300 Millionen für Airport - Ausbau

Palmas Flughafen Son Sant Joan soll einen gewaltigen Kapazitätsschub erhalten. Planer rechnen für 2012 mit 22,3 Prozent mehr Fluggästen. Darum werden das Rollfeld, aber auch das C-Modul und das Parkhaus erweitert

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Die staatliche Flughafen-Betreibergesellschaft Aena will in den kommenden vier Jahren am Airport Palma rund 300 Millionen Euro investieren. Geplant sind diverse Ausbau- und Umbauarbeiten zur Erhöhung der Kapazitäten. Für das Jahr 2012 rechnet die Flughafenverwaltung mit 28'5 Millionen Passagieren. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es 23'2 Millionen.

Die Bekanntgabe der Aena-Ausbauprojekte vergangene Woche fiel vom Zeitpunkt her in die politische Diskussion um eine Mitbeteiligung der Autonomen Regionen an der Leitung der Airports. Die Idee dazu war ursprünglich auf Mallorca geboren worden. Umso größer war die Enttäuschung der Balearen-Politiker, als die Zentralregierung vor zwei Wochen bekanntgab, eine Mitverwaltung („cogestión”) komme nur für Flughäfen infrage, die mehr als 30 Millionen Passagiere pro Jahr zählten.

Auf den Inseln formiert sich quer durch alle Parteien und Wirtschaftsverbände Widerstand gegen die als willkürlich empfundene Mindestgrenze von 30 Millionen Fluggästen. Es ist das erklärte Ziel eines Konsortiums aus Balearen-Regierung, Handelskammer, Arbeitgeberverband, Privatunternehmen und Banken, die Mitverwaltung schon zu einem früheren Zeitpunkt zugesprochen zu bekommen.

Unterdessen präsentierte Aena Mitte vergangener Woche die Investitionsvorhaben in Palma. Anlass war der Beginn der Abrissarbeiten des ehemaligen B-Terminals. Das Gebäude fällt, damit das Rollfeld vergrößert und zusätzliche Stellplätze für Maschinen geschaffen werden können. Davon wird der gläserne Terminal für die Flüge auf die Schwesterinseln Menorca und Ibiza profitieren. Die Maschinen können nach der Umgestaltung direkt davor parken. Mit dem Umbau wird allerdings auch ein unterirdischer Gang notwendig, als Zugang für das Personal im Kontrollturm.

Ein anderes wichtiges Projekt ist, wie schon mehrfach berichtet, der Umbau des C-Moduls als Drehkreuz (englisch „hub”). Hier sollen Umsteiger und Weiterflieger auf kurzem Wege zu ihren Maschinen kommen. Die Zahl der Flugsteige im C-Modul wird von 20 auf 33 erhöht. Bereits für 2010 prognostizieren Airport-Statistiker 4'5 Millionen Drehkreuz-Passagiere.

Auch andere Service-bereiche des Flughafens sollen wachsen. Das Parkhaus mit seinen 6000 Autostellplätzen wird ausgebaut. Künftig sollen dort auf 12.000 Plätzen doppelt so viele Wagen parken können.

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