Dem Abenteurer eine Heimat

Filmlegende Errol Flynn verbrachte seine letzten Lebensjahre auf Mallorca. Jetzt erscheinen seine Memoiren auf Spanisch

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Mallorca – Der englische Slogane „In like Flynn” – angesagt wie Errol Flynn – bringt es auf den Punkt. Zeit seines Lebens sorgte der Hollywood-Star für Wirbel, auf der Leinwand als Abenteurer und Frauenheld sowieso, aber auch im Privatleben, sei es irgendwo in der weiten Welt, die er ruhelos durchstreifte, oder sei es im stillen Mallorca der späten 1950er Jahre. Die Insel wurde dem trinkfesten Tausendsassa zumindest in seiner letzten Lebensphase zur Heimat, auch wenn Flynn tatsächlich in Kanada starb.

Der T&B Verlag hat nun die Memoiren der Filmlegende auf Spanisch veröffentlicht, rechtzeitig zum Todestag Flynns, der sich am 19. Oktober zum 50. Mal jährt.

Auf Mallorca sind noch immer eine Reihe von Menschen zu finden, die sich bestens an den gebürtigen Australier erinnern. Der Fotograf Josep Planas Montanyà war mehrfach bei Errol Flynn auf dessen Yacht „Zaca” oder in seinem Haus „El Molino” in Illetes zu Gast. Immer wieder gerne erzählt Montanyà, wie aus einem kurzen Fototermin ein langer Nachmittag wurde, bei dem so viel Alkohol floss, dass Flynn schließlich ausglitt und von der „Zaca” ins Wasser stürzte. Geistesgegenwärtig betätigte Montanyà den Auslöser.

Flynn war auf seinem schnittigen Hausboot erstmals 1954 nach Mallorca gesegelt, gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau Patrice Wymore. An Land logierte er zunächst im Hotel Bon Sol. Die damals noch nahezu unverbaute Gegend gefiel Flynn so gut, dass er sich ein mühlenartiges Sommerhaus direkt am Meer zulegte. (Es musste 1989 einem modernen Block weichen.)

Flynn war ein häufiger Gast in Rudis Bar, dem nach wie vor existenten „Tirol” in Palmas Altstadt. Hier soll er sich bis zur Bewusstlosigkeit betrunken haben.

In Maria de la Salut wiederum erinnert man sich gerne an einem Jagdausflug, 1954, an dem Flynn teilnahm. Nach dem Spektakel lud er das ganze Dorf zu Grillhähnchen ein, wie sich Tomeu Mas erinnert. „Er hatte an dem Tag eine ganze Flasche Wodka geleert, und man sah ihm an, dass er viel Spaß an allem hatte.”

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