Für Gastgeber der Glücksfall

Der Tourismus auf Mallorca ist eine sichere Nummer, wenn...

VON

GABRIELE KÜSTER
Es lief runter wie Öl: Ein Freund aus Deutschland, eigentlich eingefleischter Italienfan mit eigenem Domizil auf Sardinien, hat vor ein paar Wochen nach einem Kurzbesuch auf Mallorca geschwärmt: „Das war das schönste Wochenende seit Jahren.” Ein herrliches Kompliment für einen Gastgeber – und für diese wunderschöne Insel. Den Freunden ein paar unvergessliche Tage zu bescheren, war dank der Vorzüge, die die Insel bietet, ein Kinderspiel: Ein Welcomedrink zum Sunset in einer schicken Beachbar, durchgequatschte Nächte unterm stillen Sternenzelt auf einer rustikalen Finca, Bade- und Schnorcheltrips an wenig frequentierten Naturstränden, ein Abstecher zum Abendessen nach Palma... Mallorca hat ein paar Fans mehr, die wiederkommen.

Laut den Tourismusmanagern der TUI, die gerade ihren neuen Winterkatalog präsentiert haben (siehe S. 56), erlebt die Insel in diesem Jahr eine sensationelle Saison – und das trotz des immer frostigeren Wirtschafts- und Konsumklimas. Die Zahl der Mallorcaurlauber unter ihren Kunden steigt, obwohl keine Billigangebote gemacht wurden. Angesichts von steigenden Energiepreisen wird es den Reiseveranstaltern künftig wohl noch schwerer fallen, Lastminute-Reisen zu Schnäppchenpreisen zu verramschen.

Die Insel kann von Glück sagen, dass rechtzeitig mit dem Ausbau des „Qualitätstourismus” begonnen wurde, wobei Qualität nicht nur mit Luxus, Komfort und Lifestyle, sondern vor allem auch mit Inhalten zu tun hat. Das ist eine von Mallorcas Stärken. Zum Yoga-Wandern muss ich heute nicht mehr nach Indien reisen, das geht, vielleicht nicht so exotisch, aber eindeutig stressfreier, auch in Alcúdia. Das Freizeit-, Gastro- und Hotelangebot auf der Insel wird – ohne weitere große Preissteigerungen – aber wohl noch zulegen müssen, wenn es den kritischen „Qualitätstouristen” auf Dauer überzeugen will.

Bleibt eigentlich nur eine große Sorge: die Erhaltung von Natur und Landschaft und der typischen Eigenheiten der Insel. Wenn „Nachhaltigkeit” keine hohle Phrase (wie etwa der „Klimaschutz”) bleibt, hat Mallorca auch in Zukunft leichtes Spiel, die Menschen in seinen Bann zu ziehen.

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