Total von der Rolle

Die kleine Köstlichkeit im Reismantel wird immer beliebter. Sushi, was im Japanischen „säuerlich” bedeutet, besteht meist aus gesäuertem Reis, Fisch, Gemüse und Ei, wird mit Stäbchen oder mit der Hand gegessen – und in einem genussvollen Bissen. War Sushi früher noch relativ exotisch: Heute ist es das neue Trend-Gericht – und immer mehr Lokale eröffnen, die sich darauf spezialisier

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Mallorca - Es gibt sie in den ausgefallensten Kombinationen: In rosa oder gelb gefärbtem Reismantel, in Sesamkruste, gerollt, gewickelt, gepresst oder gar als kleine gefüllte japanische Wundertüte – noch nie war Sushi so „in” wie jetzt.

Die mundgerechten appetitlichen Happen aus gesäuertem Reis, Fisch und Gemüse sind nicht nur schick anzusehen – sie sind auch ein leicht-leckerer Genuss, ideal für sommerliche Temperaturen. Der rundkörnige Reis, vor seiner Verarbeitung in kaltem Wasser im Holzbottich gequollen, in einer Würze aus Reisessig, Wasser und Zucker gezogen und anschließend trockengefächert, sättigt auf angenehme Weise. Wer japanisch essen gehen möchte, hat die Qual der Wahl: Traditionell und typisch oder den Geschmacksnerven des Europäers angepasst? Oder gar ganz avantgardistisch nach Art des Hauses?

Als auf Mallorca 1987 das erste japanische Restaurant, das „Shogun” seine Türen öffnete, war die japanische Küche auf der Insel noch weitgehend unbekannt. Mittlerweile ist sie so beliebt, dass sogar viele chinesische Restaurants Sushi-Kreationen mit ins Programm genommen haben.

Und die Nachricht, dass der Supermarkt „Lidl” diese Woche mit einer Mixpackung Tiefkühl-Sushi aufwartet, löste nicht nur in der MM-Redaktion Spontaneinkäufe in der Mittagspause aus.

Auch öffnen immer mehr Sushi-Lokale: Vor rund einem Jahr kam die zweite Filiale des „Sushi-Clubs” hinzu, vor einem Monat eröffnete das „Wasabi Blue”, Schwesterlokal des Restaurants, in dem auch schon die spanische Königsfamilie bei einem ihrer Mallorca-Urlaube die kleinen Häppchen verkostet hat. Das Interieur der Lokalitäten zieht mittlerweile mit dem Trendfaktor der Speisen nach – aktuelle Designspielereien mit exklusivem Chillout-Ambiente sind maßgebend.

Entstanden sind die Röllchen aufgrund eines Verbotes – ein Gesetz der militärischen Führer der Tokugawa-Familie der Edo-Epoche (1603-1868) verbat den Fleischkonsum: Aus der Not wurde eine Tugend. Der Fisch wurde mit Reis umwickelt und in Erdlöcher zum Fermentieren gelegt, um länger haltbar zu sein – der Grundstein für die Leckerei war gelegt. Das Sushi, wie wir es heute kennen, stammt aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts – aber sein Variantenreichtum ist längst noch nicht ausgereizt.

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