Chemie muss stimmen

„Mitarbeiter meets Chef”: Die Hotellerie geht neue Wege in der Personalpolitik

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Persönlichkeit, Talent, positive Einstellung: So lauten die drei Hauptkriterien, unter denen die drei Luxus-Hotels der Gruppe Schörghuber – Arabella Sheraton Golf Hotel Son Vida, Castillo Hotel Son Vida und das Mardavall Hotel & Spa – auf Mallorca ihr Mitarbeiterteam für die kommende Saison zusammenstellen. Und da man sich von diesen Attributen am schnellsten bei einem persönlichen Gespräch überzeugen kann, lud die Personalleitung erstmals direkt zu einem Bewerbungsmeeting am „Tag der offenen Tür” ins Mardavall ein. „Auf diese Weise sollen sich auch die Bewerber einen persönlichen Eindruck von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz machen”, so Sprecherin Christine Crespo und ergänzt. „Und sitzen vielleicht gleich ihren künftigen Chef gegenüber.” Rund 300 Interessierte folgen dem Ruf und finden sich, den Lebenslauf unterm Arm, am Wochenende in Costa d'en Blanes ein. Dort herrscht eine lockere Atmophäre: Wie der Rest des leitenden Personals erscheint General Manager Carsten Willenbockel leger in Schwarz gehaltener Freizeitkleidung und verteilt auch selbst die Kurzfragebögen: Name, Adresse, voriger Arbeitgeber, bevorzugter Tätigkeitsbereich, Sprachen. Samtige Soul-Klänge unterstreichen die entspannte Stimmung, nur ein paar Puppen in verschieden Berufsuniformen erinnern an den Grund der Veranstaltung. Dann werden die Bewerber in einen Saal weitergeleitet, in dem die Entscheidungsträger der verschiedenen Arbeitsbereichen ihre Gesprächspartner an abgetrennten Tischen empfangen: Rezeption, Housekeeping, Restaurant, Sekretariat, Fahrdienst. „Das Procedere beschleunigt das Auswahlverfahren”, sagt Cristine Crespo. „Wenn man sieht, wie viele noch in der Warteschlange sind, kommt man schneller zum Kern.” Ansonsten ist von Druck nichts zu spüren – ganz bewusst, wie Cristine Crespo einräumt. „Viele scheuen sich, in Luxushotels vorstellig zu werden. Dieser Angst möchten wir mit dieser Art von Erstkontakt entgegentreten.” Die Zeiten, in denen eine gewisse „Steifheit” herrschten, seien endgültig vorbei: Diskretion und respektvolle Zurückhaltung, ja – ansonsten seien Natürlichkeit und Freundlichkeit gefragt. Wiederum Eigenschaften, die im persönlichen Gespräch schnell zutage treten – oder nicht. Wie eine andere – von jeher unerlässliche – Voraussetzung für gute Zusammenarbeit, so Cristine Crespos Fazit: „Die Chemie muss stimmen.”j

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