Der Wein der Woche

Ein schwerer Roter aus dem Süden

Er ist aus Trauben von Syrah-Stöcken gekeltert, die in der Nähe von Cádiz stehen und Teil eines sehr ehrgeizigen Projektes sind. Die Beeren der wahrscheinlich südlichsten Rebstöcke Spaniens sind Grundmaterial für den Taberner, einen reinen Syrah aus der Ernte 2005.

Der Namensgeber, Vicente Taberner, investierte 15 Millionen Euro in die Bodega in Arcos de la Frontera. Das Ziel des Investors ist es, Luxusweine ganz im Stile des Nappa Valley zu kreieren. Man beabsichtigt sozusagen das Nappa Valley Spaniens zu schaffen. Taberner möchte nicht nur innerhalb Spaniens zur Spitze gehören, sondern auch bei den weltweit Besten aufgelistet werden.

Ausgestattet mit etwa 2000 Barriques französischer Herkunft, modernster Technik und etwa 225.000 Rebstöcken auf etwas mehr als 90 Hektar Fläche, soll die Weinszene der iberischen Halbinsel künftig mit großen ”Tropfen” aus dem Süden angereichert werden.

Das Projekt beschränkt sich jedoch nicht allein auf die von alten Römersiedlungen umgebene Kellerei. Im Umfeld befindet sich bereits ein Golfplatz. Ein Landhotel und ein Nobelrestaurant sind in Planung.

Der Taberner nun ist ein alkoholschwerer Rotwein (15 Prozent Vol.) mit einer unglaublichen Ladung Frucht. Rote kompottierte Beerenfrucht fast im Übermaß, dazu die Röstaromen der neuen Eiche, garniert mit feinen Kräutern, füllen die Nase. Im Mund eine fast himmlisch anmutende Harmonie von opulenter Frucht und einem erfrischenden Säurekörper, der den Alkohol bestens einbindet. Sehr langes Finale mit Erinnerung an einen komplexen und sehr modernen Rotwein. j

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