Bloß nicht wieder lachen

Mallorcas Erstliga- Fußballer hoffen auf eine Saison fern den Abstiegsplätzen. Die Resultate der Vorbereitung machen allerdings wenig Mut. Zum Auftakt wartet der älteste Fußball-Klub Spaniens

Mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen – das ist die Vorgabe bei den Fußballern von Real Mallorca für die neue Saison, die am letzten August-Wochenende beginnt. Für spektakuläre Neuverpflichtungen fehlt das Geld und doch soll das neue Team zumindest einen Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld erreichen. „Wenig leiden”, lautet das von Klubchef Vicenç Grande ausgegebene Ziel.
Aber in den Vorbereitungsspielen tat ihm das Team den Gefallen nicht. Die Kicker von Trainer Gregorio Manzano präsentierten sich kraftlos. Zuletzt ergaben sie sich dem italienischen Meister Inter Mailand ohne größere Gegenwehr. Die Startruppe um Luis Figo und Adriano war zwar weit von ihrer Bestform entfernt, gewann das Spiel in Palma am Ende aber ungefährdet mit 1:0 (Tor in der 65. Minute durch Maicon nach großartiger Vorarbeit von Adriano). Auch Tests gegen mehrere Zweitligisten (u.a. 1860 München) gaben wenig Anlass zum Optimismus.
Die Mannschaft wirkt zwar recht solide, dafür aber uninspiriert. Der kreativste Mann, der Venezolaner Juan Arango, widmete sich zuletzt offenbar mehr dem Poker um einen neuen Vertrag als seiner Fitness. Auch der als großer Hoffnungsträger gefeierte Stürmer Maximiliano López konnte bisher nicht überzeugen. Der junge Argentinier steht weiter auf der Gehaltsliste des FC Barcelona, die Katalanen haben ihn für ein Jahr nach Mallorca ausgeliehen, wo er Spielpraxis bekommen soll.

Klubchef Grande verweist angesichts seiner Zurückhaltung auf dem Transfermarkt auf den niedrigen Etat. Der liegt bei 31 Millionen Euro und damit am unteren Ende der Finanztabelle der spanischen Erstligisten. Diesmal haben nicht nur die Spitzenteams von Real Madrid und dem FC Barcelona aufgerüstet, selbst Mittelklasse-Mannschaften wie Real Saragossa konnten sich eindrucksvoll verstärken: Nicht nur Andrés d'Alessandro kam vom VfL Wolfsburg, auch der argentinische Nationalspieler Pablo Aimar (26) wechselt für rund 11'5 Millionen Euro von Valencia nach Saragossa – wohlgemerkt zum letztjährigen Tabellenelften. Und auch der FC Villarreal, in der Liga in der vergangenen Saison ebenfalls nur Durchschnitt, präsentierte einen Stareinkauf: den Franzosen Robert Pires, der von Arsenal London kam. Der Kampf gegen den Abstieg dürfte für Real Mallorca also beileibe nicht einfacher werden.

Den ersten Hinweis darauf, wo das Team steht, wird der erste Spieltag liefern. Am Sonntag, 27. August, treten die Inselkicker bei Recreativo Huelva an. Die Andalusier sind als bester Zweitligist aufgestiegen und blicken auf eine lange Geschichte zurück: „Recre” ist der älteste Fußallverein Spaniens, gegründet 1889.

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