Fußball: Bilanz eines Titelkandidaten

Real Mallorca bleibt unter Gregorio Manzano weiter ungeschlagen

Obwohl Real Mallorca zum fünften Mal in Folge unbesiegt geblieben ist, haben die Insel-Fußballer keinen Grund, nachlässig zu werden. Durch das 1:1 im Heimspiel gegen den FC Villarreal schmolz der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz wieder auf einen Punkt. „Der Kampf um den Klassenerhalt wird bis zum letzten Spieltag dauern”, prognostiziert Trainer Gregorio Manzano.

Dabei blieb der Nachfolger von Héctor Cúper auch im vierten Spiel seiner Amtszeit ungeschlagen und holte in dieser Zeit acht von zwölf möglichen Punkten. Auf die gesamte Saison hochgerechnet würde diese Quote den zweiten Tabellenplatz und damit statt Abstiegsangst den Kampf um den Meistertitel bedeuten. Trotz des guten Laufs sind die Probleme aber noch nicht überwunden – das wurde auch gegen Villarreal deutlich. Schließlich gelang es dem Team nicht, den frühen Führungstreffer zu verteidigen. Schon in der ersten Minute hatte Guillermo Pereyra einen Freistoß von Leonardo Pisculichi per Kopf in das 1:0 verwandelt. „Wir haben den Ball danach immer wieder zu früh verloren”, kritisierte Manzano. „Phasenweise war die Mannschaft wie hypnotisiert.” Und so kam Villarreal nach etwas mehr als 20 Minuten zum Ausgleich, als José Mari eine perfekte Kombination mit dem 1:1 abschloss.

Dennoch hätten die Spieler von Real Mallorca als Sieger vom Platz gehen müssen – hätte der Schiedsrichter nicht einen ganz schwachen Tag erwischt. Gleich in drei elfmeterreifen Situationen blieb seine Pfeife stumm, jedes einzelne Mal hätten sich Villarreals Abwehrspieler nicht über einen Pfiff beschweren können. Obendrein erkannte der Unparteiische Pisculichis Treffer wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht an. „Die Fernsehbilder sprechen für sich”, sagte Trainer Manzano zur Schiedsrichterleistung. „Wir sollten uns aber nicht lange darüber aufregen, denn das ändert nichts.”

Vielmehr fordert der Andalusier von seinem Team, weiter konzentriert zu arbeiten. Immerhin steht am Sonntag, 19. März, das schwere Auswärtsspiel beim FC Sevilla bevor (Anstoß: 17 Uhr). Die Südspanier stehen zurzeit auf einem Uefa-Cup-Platz, haben zuletzt allerdings beim Abstiegskandidaten in Alavés verloren. Im Europapokal konnten sie dagegen die 0:1-Niederlage in Lille wettmachen. Das Rückspiel gewannen sie mit 2:0.

Schon drei Tage später, am kommenden Mittwoch, 22. März, kommt dann der Tabellenvorletzte FC Cádiz nach Son Moix (Anstoß: 20 Uhr), der nach der jüngsten Niederlage in Bilbao unbedingt gewinnen muss.

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