Schlussakkord: Endlich vereint

Hektische Ferien: Immer wieder musste irgendjemand die Insel verlassen, um offiziellen Verpflichtungen nachzugehen

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Juan Carlos beim Stierkampf in Palma

Der mallorquinische Sommer der Königsfamilie neigt sich dem Ende zu. Zum traditionellen gemeinsamen Abschiedessen enpfingen Juan Carlos und Sofía im Beisein der gesamten Familie im Almudaina-Palast Vertreter der balearischen Institutionen: Ministerpräsident Jaume Matas und Frau, Bürgermeisterin Catalina Cirer, Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar, Parlamentspräsident Pere Rotger und viele andere. Trotz des offiziellen Anlasses gab sich die königliche Familie entspannt: Königin Sofía plauderte angeregt mit einer aufgekratzten Bürgermeisterin Cirer, Letizia, mit gesunder Sommerbräune und fortgeschrittenem Babybauch, scheint die Schwangerschaft gut zu bekommen. Auch wenn ein strahlender Juan Carlos gleich bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Sont San Joan verkündet hatte, seinen Mallorca-Urlaub ,,ausgiebig nutzen zu wollen": Auf einen ständigen Wechsel von Ferienaktivitäten und offiziellen Terminen - wiederholt zu traurigen Anlässen - musste sich die Königsfamilie in diesem Sommer schnell eintellen.

Neben den regulären Audiezen, die jeden Sommer auf der Agenda stehen, sahen sich die Monarchen gezwungen, die Insel zwischendurch immer wieder wegen unerwarteter, zum Teil tragischer Ereignisse, zu verlassen. Bereits Prinz Felipes Ankunft auf der Baleareninsel verspätete sich um zwei Tage, weil er zuvor mit Letizia an der Trauerfeier für die Waldbrände von Guadalajara teilnahm. Est zur Preisverleihung der Breitling-Regatta in Portals Nous, die Juan Carlos persönlich übernahm, konnten die Fotografen das erste gemeinsame Foto des Königs- und Prinzenpaares machen. Besonders auf Letizia, deren Schwangerschaft kurz vor ihrem letzten Mallorca-Besuch Mitte Mai bekanntgegeben war, hatten alle gespannt gewartet. Anschließend gibt es einige lohnende Fotomotive: Letizia und Felipe bummeln Hand in Hand durch die Altstadt von Palma (aus Liebe zu ihr verzichtet er sogar auf die Regatta Copa del Rey).

Und wer die Prinzen von Asturien nicht persönlich zu Gesicht bekam, konnte die schönsten Fotos des Paares zumindest im Rahmen einer Ausstellung am Borne bewundern. Am Sommer-Highlight gilt ein Schnappschuss der Königsfamilie mit sämtlichen Kindern und Enkeln auf der Yacht ,,Fortuna". Oder der ,,Salto-Wettbewerb" von Bord der Yacht ,,Somni" zwischen Iñaki Urdangarín, der Infantin Elena und ihren Sprößlingen. Immer wieder jedoch wird diese Urlausidylle von unvorhergesehenen Zwischenfällen getrübt. Auch Juan Carlos nimmt zunächst nicht an der Copa del Rey teil: Nach dem Tod von König Fahd reist er zu den Trauerfeierlichkeiten nach Saudi-Arabien. Kaum zurück auf der Insel, muss er gemeinsam mit Sofía, Felipe und Letizia schon wieder nach Madrid aufbrechen, um den Angehörigen der Absturzopfer von Afghanistan bei einem Staatsbegräbnis trost zu spenden. Auch aus weniger tragischen Gründen herrschte in diesem Sommer ein ständiges Kommen und Gehen im Königspalast. So verbrachten die Prinzen von Asturien erneut wieder einen Teil ihres Urlaubs bei Letizias Großmutter in Asturien.

Gänzlich scheinen die repräsentativen Verpflichtungen für König Juan Carlos noch immer nicht beendet. Noch am Dienstagabend empfing er - zum zweiten Mal während seines Mallorca-Aufenthalts - den spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero zu einem offiziellen Gespräch. Doch langsam dürfte der Mallorca-Urlaub, der offiziell am 19. Juli begann, für die Königsfamilie zu Ende gehen. Wieder einmal wird Abschied genommen im Marivent-Palast - bis zum nächsten Sommer.

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