TV-Lady

Beliebteste Nachrichtensprecherin veröffentlicht neues Buch und singt jetzt auch

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VON

NILS MÜLLER
E s ist modern, aber auf der anderen Seite durchaus gemütlich, wird dem gerecht, was heute an Ansprüchen gestellt wird.” Tagesschau-Sprecherin Eva Herman meint den neuen Robinson-Club Cala Serena, der im Juli eröffnet wurde. Die Moderatorin nutzte einen Insel-Aufenthalt im Haus guter Freunde, um sich zusammen mit dem sechs Jahre alten Sohn Sam und Lebensgefährten Michael Bischoff die Ferienanlage anzusehen. „Das hier ist nicht mehr der klassische Club im herkömmlichen Sinne, sondern sehr individuell”, meint die Fernsehfrau, die weiß, wovon sie spricht: Immerhin ist Eva Herman gelernte Hotelkauffrau. „Außerdem hatten meine Eltern gastronomische Betriebe, mein Lebensgefährte ist Hotelbesitzer.” Da schaut man schon etwas genauer hin. „Ja sicher. Mein Motto ist immer ,Es lebe die Vielseitigkeit'. Und wenn ich mal was gelernt habe, dann erhalte ich mir das.” Eva Herman wurde 1958 im ostfriesischen Emden geboren und startete 1983 beim Bayerischen Rundfunk in den Journalismus, machte erst Radio, dann auch Fernsehen. Später wechselte sie nach Hamburg zum NDR, ihre Karriere als Tagesschau-Sprecherin befindet sich im 15. Jahr. Eva Herman präsentierte auch schon viele Unterhaltungssendungen und hat seit Anfang 1997 ihre eigene Talkshow im NDR-Fernsehen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Bettina Tietjen empfängt sie die Gäste zu „Herman & Tietjen”.
Stolz darf Eva Herman den Titel „beliebteste Nachrichtensprecherin Deutschlands” führen. Das ergaben vor wenigen Wochen gleich zwei repräsentative Umfragen. Emnid erstellte im Auftrag der „Bild-Woche” ein Ranking, in dem sich Katja Burkard und Petra Gerster hinter der ARD-Lady Platz zwei teilen. Für „TV Today” fragte das Marktforschungsinstitut Ipsos, wer der beliebteste Nachrichtenmoderator sei. Hier konnte Eva Herman auch mit den Männern konkurrieren und verwies Peter Kloeppel und Ulrich Wickert auf die Plätze. Einer der Gründe für die Beliebtheit von Eva Herman ist ihre Vielseitigkeit. „Aus der Begründung geht hervor, dass die Zuschauer mich auch von anderen Seiten erleben konnten. Einen Tagesschau-Sprecher können sie nicht so kennen lernen. Der liest die Nachrichten ab und ist ganz ernst. Aber wenn man zum Beispiel so etwas wie ,Herman & Tietjen' macht ...” Doch Eva Herman hat noch mehr Seiten. Sie schrieb die Romane „Dann kamst du” (wurde gerade verfilmt und wird nächstes Jahr im Ersten ausgestrahlt) und „Aber Liebe ist es nicht” sowie ein Sachbuch über Fernsehfrauen. In wenigen Tagen kommt ihr neues Werk „Vom Glück des Stillens” auf den Markt. „Das ist ein populärwissenschaftliches Buch. Ich habe mit Sozialforschern, Verhaltensbiologen und Medizinern zusammengearbeitet.” Und noch ein neues Projekt ist am Start: Zusammen mit Talk-Partnerin Bettina Tietjen hat Eva Herman eine CD aufgenommen. „Swing-Musik. Titel von Frank Sinatra, Ella Fitzgerald, Doris Day ...” „Swing it” kommt am 17. November raus.

Nun fehlt eigentlich nur noch Eva Herman als Schauspielerin. „Nein, das ist nichts für mich. Man muss immer lange warten, bis alles eingerichtet ist und manchmal Szenen 50-mal wiederholen. Bei der 17. Klappe würde ich sagen: Ich will nicht mehr. Ich hätte nicht die Geduld dazu.” Am liebsten hat es Eva Herman live. Wie bei der Tagesschau. „Wichtig ist, dass die Tonlage stimmt, dass man die Sachlage und den Inhalt begriffen hat. Die Nachricht dann in knapper, distanzierter, seriöser Form zu präsentieren – das ist eine sensationelle Herausforderung. Jedes Mal wieder.”

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