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Das hat es in der Weingeschichte Spaniens bislang noch nicht gegeben. Es handelt sich wahrhaftig um eine kleine Revolution.

Eine von einem einzigen Weingut bewirtschaftete Zone wird als sogenannte Denominación de Origen deklariert und verfügt somit über eine geschützte Herkunftsbezeichnung. So geschehen mit der Bodega „Dominio de Valdepusa” aus Malpica de Tajo bei Toledo. 40 Hektar Anbaufläche werden also in Zukunft mit ihrem eigenen Namen repräsentiert. Innerhalb dieses Gebietes werden vier verschiedene Rebsorten angebaut: Syrah, Carbernet, Petit Verdot und Merlot. Die Erzeugnisse dieser Bodega können sich allesamt sehen lassen. Der pure Luxus an Rotweinen wird hier geschaffen.

Vor einiger Zeit hatte ich Ihnen den „Petit Verdot” aus dem Hause „Dominio de Valdepusa” vorgestellt. Heute möchte ich Ihnen gerne die Syrah des Jahrgangs 98 vorstellen. Zugegeben kein preiswertes Produkt, aber hochinteressant. Am Kontraetikett auf der Rückseite der Flasche nennt er sich noch in völligem Understatement „Vino de mesa de Toledo”. Das wird sich jedoch durch die jetzt neu festgelegten Tatsachen ändern.

Die Farbe des Weins: ein sattes Kirschrot, an den Rändern irgendwo zwischen violett und orange. In der Nase: Geruch nach Feuerholz, balsamische Noten von Zedernholz, Pinie, etwas harzig. Schwarze Johannisbeeren sind genau so vertreten wie mineralische Gerüche. Am Gaumen: fleischig, kräftiger Holzton, abgerundet in seinem Gesamterscheinungsbild. Der Preis: um die 31 Euro.

Der Autor, Norbert Deingruber, ist Inhaber der Weinhandlung „Casa del Vino” in Manacor.