Mit luxuriös ausgestattetem Fitnessstudio und Privatkino: Ein Nautikunternehmen mit Sitz in den Bergen der Insel verkauft die 67 Meter lange Luxusyacht des Inditex-Milliadärs Amancio Ortega – für rund 63 Millionen Euro. | R.L.

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Drei Jahre hatte Spaniens reichster Mann, der 87-jährige Galicier Amancio Ortega, versucht, für sein schunkelndes Wasserspielzeug Drizzle einen Käufer zu finden. Nun lochte der auf Mallorca ansässige Yachtmakler Hamilton Marine den Deal auf einer Branchenmesse in Monaco ein. Damit, so die MM-Schwesterzeitung "Ultima Hora", sei der Gründer des Textilimperiums Inditex um 63 Millionen Euro reicher geworden. Für den Herrscher über Zara, Massimo Dutti, Bershka und so manch andere Modemarke, dessen Vermögen Forbes im vergangenen November auf fast 82 Milliarden Euro schätzte, bestenfalls ein ansehnliches Handgeld.

Jetzt gelang ausgerechnet dem Yachtbroker Hamilton Marine, der kurioserweise in dem Bergdorf Puigpunyent seinen Firmensitz unterhält, der große Wurf. Erbaut wurde die Drizzle von dem renommierten niederländischen Schiffsbauer Feadship, Medienberichten zufolge legte Ortega 2012 95 Millionen Euro für die Yacht auf den Tisch.

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Auf rund 67 Meter Länge soll über und unter Deck nur das Feinste vom Feinen Verwendung gefunden haben – von edlen Einrichtungsgegenständen über ein luxuriös ausgestattetes Fitnessstudio bis hin zu einem Privatkino für allerhöchste Ansprüche. Federführend bei der Inneneinrichtung war das angesehene Büro De Voogt Naval Architects.

Auf den zwei Etagen oberhalb der Wasserlinie haben bequem bis zu zehn Gäste Platz, für die 19-köpfige Crew stehen weitere Schlafräume zur Verfügung. Rennen lassen sich mit der Drizzle allerdings nicht gewinnen, die zwei MTU-Dieselmotoren beschleunigen die Yacht auf maximal 16 Knoten. Gemeinhin cruist die Drizzle mit 12 Knoten über die Ozeane.

Wer der glückliche Käufer der Yacht ist, teilte das mallorquinische Unternehmen nicht mit. Immerhin kam der neue Eigner der Drizzle in den Genuss eines ordentlichen Preisnachlasses: Ortega hatte sich der Zeitung zufolge eigentlich 76 Millionen Euro versprochen.