Der Biohof in Manacor darf sich über Ziegen-Nachwuchs freuen. | F. FERNANDEZ

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Ein besonderes Projekt, das die "Formatgeria Es Collet", ein Biohof in Manacor, auf Mallorca ins Leben gerufen hat, beginnt nun Früchte zu tragen. An diesem Montag wurden auf dem Landwirtschafthof im Osten der Insel zwei kleine Zicklein der Pityusenziege geboren, die zu einer vom Aussterben bedrohten Tierrasse gehört. Für den spanischen Besitzer der Farm und Käseproduzenten, Joan Gaià i Mascaró, ist das ein großer Erfolg, da seine aus zwanzig Tieren bestehende Ziegenherde endlich wächst. Historisch stammt die Tierart ursprünglich aus Ibiza und Formentera und den benachbarten kleineren, unbewohnten Inseln, worauf der Name (Pityusen) hinweist, doch sind einige Exemplare nun auch auf Mallorca vorzufinden.

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Von dieser besagten Ziegenart ("Cabra pitiüsa") gibt es weltweit lediglich nur noch 200 Exemplare. Die Tiere gelten vom Charakter her als "gutmütig und pflegeleicht" und sind an die vorherrschenden klimatischen Bedingungen auf den Pityusen, also Ibiza und Formentera, angepasst, – das heißt, sie sind stark und können der Hitze trotzen.

Eines der Ziegen-Babys, die am Montag in Manacor auf die Welt kamen.

Aufgrund der großen Menge an Milch, die sie abgeben können, sind sie auf für Käsebauern interessant. Die Formatgeria Es Collet kaufte die Ziegen-Mütter der beiden Kitze von einem Züchter auf der Insel. Für den mallorquinischen Käse-Hersteller, der sich für den Erhalt der besonderen Rasse einsetzt, hat die Geburt der Ziegenlämmer auch eine große symbolische Bedeutung.