Immer mehr Bettel-Clans in Palma

Polizeibeamte kontrollieren einen Bettler an einer Ampel in Palma.

Polizeibeamte kontrollieren einen Bettler an einer Ampel in Palma.

Die gleichen Pappschilder, die gleichen Becher zum Geld sammeln. Nach Angaben der Polizei machen sich an Palmas Ampeln immer mehr Mitglieder rumänischer Bettel-Clans breit. Die Behörden schätzen, dass im Stadtgebiet mehr als 100 Personen unterwegs sind, die auf organisierte Art und Weise zwischen den wartenden Autos sowie an den Eingängen von Supermärkten um Geld bitten. 

Hinter den Bettlern stünden organisierte Clans, die mittlerweile eine Art Monopolstellung inne haben. Sie hausen unter anderem unter Autobahnbrücken. Jeden morgen werden die Bettler per Auto zu den Ampeln in der Innenstadt gefahren. Jeder von ihnen, so schätzt die Polizei, verdient pro Tag zwischen 60 und 80 Euro. Auf ihren selbst gebastelten Schildern haben viele das Bild eines kleinen Jungen, den sie als ein Familienmitglied ausgeben. Nach Angaben der Behörden stammen die Fotos aus dem Internet. (cze)

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Klaus / Vor 11 Monaten

überall ein Schema! Hoffentlich verweist man sie wenigstens hier ruck zuck des Landes! Sonst haben wir bald ähnliche Zustände wie in D

Hajo Hajo / Vor 11 Monaten

John@ leider geht die Stadtverwaltung von den falschen Zuständen aus. In Deutschland wird darauf geachtet, dass kein Betrug durch Vorspiegelung einer körperlichen und sonstigen Beeinträchtigung passiert. Sie werden von Mitarbeitern überwacht und wenn sie nach Feierabend plötzlich Laufen und Sehen können, hat man sie am Wickel.

John / Vor 11 Monaten

@Hajo:

"Bettelei: Die Stadtverwaltung unterscheidet zwischen "echtem" und "aggressivem" Betteln. Während in ersteren Fällen sofort das Sozialamt eingeschaltet werden soll, droht Bettlern, die zu aufdringlich um Geld bitten oder gar Kinder vorschicken, eine Strafzahlung."

Pumuckel / Vor 11 Monaten

Wenn man in einer deutschen Großstadt mit 100 Euro die Fußgängerzone entlang läuft und jedem der einen dort anbettelt oder eine Obdachlosenzeitung verkaufen möchte nur einen Euro gibt, ist am Ende der Fußgängerzone der Hunderter weg. Ich kann nur bestätigen was der Autor des Artikels schreibt. Ich habe mal jemanden der vor einem Großkino bettelte gefragt was er denn so einnimmt pro Tag. Die Antwort deckt sich mit den oben genannten Zahlen: 60,- Euro im Schnitt, 80,- Euro und manchmal auch mehr an guten Tagen. Und das netto, steuerfrei und manchmal von einer Oma die vielleicht selbst weniger als tausend Euro Rente pro Monat bekommt.

Hajo Hajo / Vor 11 Monaten

Moment mal, ist Betteln nicht gemäss den 113 Regeln verboten gewesen? - Und wenn, was nützt es, sie wurden ja vom Gericht ausgesetzt?

Mike / Vor 11 Monaten

Besonders spaßig sind jene, die professionel in vakuum-verschweisste Schilder in Plastik aus dem Drucker haben. Man könnte Tränen lachen ob der Naivität, wäre das Schicksal des Einzelnen nicht eher ein Trauriges..

Kokosmilchfrau / Vor 11 Monaten

Das gleiche wie in München und Salzburg. Nur hat dort die Entwicklung schon vor ein paar Jahren eingesetzt.

John / Vor 11 Monaten

Nun, unschön, die sind aber nicht so nervig wie jene, die die Parkplätze in der Innenstadt "verkaufen", und zwar auf eine Art und Weise, die einen bei Nicht-Entrichtung eines Obolus um seinen Wagen fürchten lässt.