Regierung bleibt bei Öko-Abgabe

Verkauf von Mallorca-Reisen „auf Eis”

Zurück in den Schlagzeilen ist die Öko-Abgabe für Touristen auf Mallorca. Bereits in der vergangenen Woche forderte Kirsten Feld-Türkis, Produktmanagerin bei der TUI-Deutschland für den Bereich westliches Mittelmeer und Karibik, von der Balearen-Regierung, die Ecotasa wegen der zurzeit schwierigen Wirtschaftslage auszusetzen. Diese Möglichkeit, so Feld-Türkis, sehe das entsprechende Gesetz vor. Die Suspendierung der Ökosteuer, so Feld-Türkis, wäre „eine gute Nachricht, die in Deutschland das Image der Inseln verbessern” könne. Laut Feld-Türkis liege die TUI insgesamt mit sechs Prozent unter den Vorjahreszahlen, Mallorca liefe aber deutlich schlechter.

Der Balearische Ministerpräsident hatte bei der Einführung der Taxe im Mai 2002 erklärt, dass er sich in schwierigen Zeiten die zeitweilige Aussetzung der Abgabe überlegen werde. Auf Feld-Türkis' Ansinnen erklärte jedoch Antoni Garcías, Kabinettssprecher im Ministerrang, dass die Balearen-Regierung eine entsprechende Maßnahme „zurzeit nicht in Erwägung zieht”.

Pere Cañellas, Präsident des mallorquinischen Hotelverbandes FEHM, zeigte sich davon „enttäuscht”: „Die Regierung muss endlich von ihrer Wolke steigen und der harten Realität ins Auge sehen: Wegen der Irak-Krise sind die Reservierungen auf einem historischen Tiefstand”, erklärte er. Erstmals hat das mit Carmel Bonnin, dem Leiter der Forschungsabteilung Cittib des Tourismusministeriums, eine offizielle Quelle zugegeben. Auf Anfrage erklärte er „dass der Verkauf von Reisen in Deutschland und Großbritannien wegen der Irak-Krise zurzeit auf Eis liegt”. Diese dramatischen Rückgänge beträfen alle Reiseziele, nicht nur die Balearen.

Die Einnahmen aus der Ökosteuer im Jahr 2002 beliefen sich auf 36'7 Millionen Euro. Davon flossen nur 12'5 Millionen in die Staatsschatulle, der Rest wurde von den Hoteliers wegen anhängiger Klagen gegen die Taxe auf Anderkonten eingezahlt. (blu)

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