Wein der Woche

Wilde Beeren in der Nase

Erneut macht eine hochmoderne, junge Bodega aus dem Weinanbaugebiet Ribera del Duero von sich reden.

Genauer gesagt befindet sie sich in der Aranda del Duero, eine eher teure Weinregion. Um so erfreulicher ist der Einstandspreis des Martin Berdugo 2000 Roble. Er beträgt etwas mehr als fünf Euro. Dafür bekommt man allerdings eine ganze Menge Rotwein geboten.

Zu 100 Prozent aus Tinta Fina (Tempranillo) hergestellt und in neuen amerikanischen Eichenfässern gereift, ist das Resultat absolut trinkenswert. Der Martin Berdugo zeigt ein intensives Johannisbeerrot und seine an den Rändern ins Lila wechselnden Farbtöne lassen auf einen noch jungen Rotwein schließen.

In der Nase spürt man reife, wilde Beerenfrüchte. Durch den mehrmonatigen Aufenthalt in Eiche ist auch ein leichter Holzton und etwas Vanille anzutreffen.

Der Ersteindruck im Mund ist samtig und mit einer feinen Säure sehr angenehm. Der Nachgeschmack wird von einem Hauch Sandelholz begleitet.

Obwohl es sich bei dem Martin Berdugo eigentlich um einen jungen Rotwein handelt, schreibt man ihm von Seiten der Bodega gute drei Jahre Lebensdauer zu. Das Angenehme daran ist jedoch, dass er schon jetzt trinkfertig ist. Eine längere Lagerung vor dem Verzehr ist daher nicht notwendig.

Dieser Typus Rotwein eignet sich bestens für Tapas und Vorspeisen, sowie Pasta– und Risottogerichte aller Art. Im nächsten Jahr wird die Bodega übrigens ihren ersten Crianza auf den Markt bringen. Hoffentlich eine weitere Bereicherung in Sachen Rotwein zu einem moderaten Preis.

Der Autor, Norbert Deingruber, ist Inhaber der Weinhandlung Casa del Vino in Manacor.

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