Alltours mit Sorgenfalten

Reiseveranstalter legt zu / Probleme beim Image

Trotz guter Wachstumszahlen auf Mallorca macht sich der deutsche Reiseveranstalter Alltours Sorgen um das Geschäft auf der Baleareninsel. „Mallorca könnte den Anschluss an die touristische Entwicklung verpassen”, warnte Sybille Jeschonek, verantwortlich für Marketing, Vertrieb und Presse bei dem Unternehmen aus Kleve, am Mittwoch gegenüber der Lokalpresse in Palma.

Ihre Sorge, die sie mit ihrem Chef und Alltours-Eigentümer Willi Verhuven teilt: Die Kunden wollen immer mehr große Hotel-Resorts in der Kategorie Vier Sterne mit umfangreichen Angeboten für Aktivurlaub, und von denen gibt es auf Mallorca noch nicht besonders viele. „So gut viele Häuser auch renoviert wurden, zu viele haben nur ein kleines Grundstück mit einem kleinen Pool, das entspricht nicht dem heutigen Stand”, so Jeschonek. Aus diesem Grunde liefen die neuen Allround Aktiv Hotels des Veranstalters auch so gut, weil sie die Nachfrage nach Sport und Fitness ohne die Funatmosphäre eines Clubs befriedige.

Vor allem aber macht sie sich um das Image Mallorcas Sorgen. Zwar wüssten mittlerweile die meisten Deutschen, wie schön die Insel sei. Doch Ökosteuer und Qualitätstourismus würden in Deutschland nicht ausreichend erklärt, falsch verstanden und trügen so zu einer Verschlechterung des Images bei.

Doch zurzeit hängt bei Alltours der Mallorca-Himmel voller Rosen, ist man doch laut eigener Aussage der einzige deutsche Großveranstalter, der auf der Baleareninsel im Plus liegt. Während die Konkurrenz laut Jeschonek zweistellig im Minus liegt, verzeichne Alltours ein Buchungs-Plus von satten 12 Prozent. Am Ende der Saison will man die Steigerung von zehn Prozent halten und die Gästezahl von 280.000 auf 300.000 heben. „Momentan suchen wir weitere Hotelkapazitäten”, so Jeschonek. Die Presse– und Marketing-Frau interpretierte das Alltours-Plus und das Minus der Konkurrenz dahingehend, dass die Kunden offensichtlich die günstig kalkulierten Reise-Preise honorierten.

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