Versinkt Palmas Airport im Chaos, wenn MKS in Deutschland wütet?

Desinfektion auch für deutsche Touristen? / Neuer BSE-Verdachtsfall auf Menorca

Angesichts der Ausbreitung der Maul– und Klauenseuche (MKS) in der Europäischen Union nimmt die Sorge der Behörden auf den Balearen zu. Nach England und Frankreich sind nun auch in Irland und den Niederlanden infizierte Bauernhöfe registriert worden, die nur 50 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt sind. Unterdessen wurde auf Menorca am Donnerstag ein neuer BSE-Verdachtsfall entdeckt.

Vor allem auf dem Flughafen Son Sant Joan in Palma stellen die Verantwortlichen Überlegungen an, wie die zu Ostern zu erwartenden Touristen-Massen zu kontrollieren sind. Bislang mussten ankommende Besucher aus England und Frankreich ihre Schuhsohlen in Fußwannen mit Desinfektionsflüssigkeit benetzen sowie mitgebrachte Lebensmittel abgeben.

Falls die Maul– und Klauenseuche auch in Deutschland ausbricht, und somit auch deutsche Touristen desinfiziert werden müssten, werde dies den Flughafen vor gravierende Probleme stellen, sagte ein Sprecher. ,,Es ist eben nicht dasselbe, ob man im Jahr 250.000 Franzosen zu kontrollieren hat oder 1'5 Millionen Deutsche.” Bei großem Andrang könnten die Maßnahmen nicht mehr in den einzelnen Ankunftsgängen des Flughafens erfolgen. ,,Wir müssten dann Sonderzonen ausweisen.” Unterdessen räumte selbst die Flughafenbehörde AENA Zweifel an der Wirksamkeit der Kontrollen ein. Denn Passagiere, die zwar in Frankreich starteten, aber etwa in der Schweiz zwischenlandeten, seien nicht desinfiziert worden.

Sechs Wochen nach einem ersten BSE-Fall auf Menorca ist von den Behörden der Baleareninsel ein neuer Verdachtsfall bekanntgegeben worden. Die erste Probe einer 1991 geborenen Kuh war positiv, das Ergebnis einer zweiten Probe lag noch nicht vor.

Unterdessen haben die Agrarbehörden alle von der ersten menorquinischen BSE-Kuh ,,Pamela” abstammenden Nachkommen ermittelt. Die Tiere sollen wie alle anderen Rinder, die mit der neun Jahre alten Pamela Kontakt hatten, getötet werden. Insgesamt seien 66 Tiere betroffen.

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