Neuer Streit um Wasser droht

Erst zu wenig, dann zu viel

Nach dem Wassermangel des vergangenen Jahres und dem politischen Streit um die wirksamsten Gegenmaßnahmen führt nun der diesjährige Überfluss an Trinkwasser zu neuem Zank zwischen dem linken Govern und der von der PP regierten Stadt Palma. Nach Angaben des obersten Wasserhüters im Umweltministerium der Balearen, Antoni Rodríguez Perea, werden die Entsalzungsanlagen auf Mallorca im laufenden Jahr einen Überschuss von vier Millionen Kubikmeter produzieren. Vor allem nach der geplanten Inbetriebnahme zweier neuer Linien in Palmas ,,Desaladora” im Mai oder Juni werden die Wasserfabriken 2001 insgesamt 26 Millionen Kubikmeter Trinkwasser erzeugen.

Rodríguez kritisierte, dass sich Palmas städtisches Wasserwerk Emaya auf die im Vorjahr vertraglich festgelegte Abnahmemenge beruft und sich jeden weiteren gewonnenen Tropfen aus dem Meer verweigert. Emaya wolle kein entsalztes Wasser kaufen, sondern lieber ihre Stauseen und unterirdischen Vorkommen anzapfen, weil das für sie viel billiger komme. Die Bergstauseen sind derzeit halb voll. ,,Sie wollen ihr gutes Geschäftsergebnis halten, koste es was es wolle.” Aus umweltpolitischer Sicht wäre es jedoch angebracht, die natürlichen Vorkommen nach ihrer Überbeanspruchung in den vergangenen Jahren regenerieren zu lassen. Die Bergstauseen sind derzeit halb voll.

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