Kunst: Makabre Körper, politische Comics

Spannende Mischung: Im Casal Solleric sind drei neue Ausstellungen zu sehen - Installationen, Fotos und Zeichnungen

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Drei interessante Ausstellungen wurden im Casal Solleric eröffnet. Im Rahmen von PalmaPhoto ist eine Retrospektive mit Schwarz-Weiß-Fotos des Amerikaners Richard Kalvar zu sehen. Sicher eines der Highlights der augenblicklichen Ausstellungen (siehe auch folgende Seite). Im Untergeschoss "Espai Quatre" befindet sich eine Installation des jungen spanischen Künstlers Lidó Rico, der die Provinz Murcia, wo er 1968 geboren wurde, während der Weltausstellung in Sevilla repräsentierte. 2005 gewann er für Spanien den Preis der Biennale in Alexandria. Das Thema seiner Installation ist der menschliche Körper, den er in makabere Einzelteile zerlegt und danach wie in einer gekonnten Inszenierung in ungewöhnlichen Konstellationen wieder zusammensetzt. Alle Elemente sind aus Gips gefertigt und teilweise phosphoreszierend beleuchtet.

Im Erdgeschoss ist eine Ausstellung zu Ehren des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King (1929 bis 1968) untergebracht. Er hielt seine berühmte Rede "I have a dream" am 28. August 1963 in Washington, um die Bürgerrechts-Gesetzgebung Präsident Kennedys zu unterstützen. Der 38-jährige Graphic Novel-Künstler Ho Che Anderson (seine Vornamen entlehnt er den beiden Revolutionären Ho Chi Minh aus Vietnam und Che Guevara aus Kuba) zeichnet das Leben von Martin Luther King als Comic. Die Serie von Zeichnungen ist gleichzeitig eine Chronik der politischen Situation in den Vereinigten Staaten der 50er und 60er Jahren, ein Abbild der Rassendiskriminierung. "Die Arbeiten", so der Kurator der Ausstellung, Francisco Camarasa, "sind von beängstigender Aktualität angesichts der anstehenden Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten." Er betonte, dass alle Sequenzen des Comics von der Familie Martin Luther Kings authorisiert wurden. Casal Solleric, Passeig des Born. Alle Ausstellungen sind bis zum 7. September geöffnet

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