Kletterpartie am Nordkap

Von der "Ermita de la Victòria" hinauf auf den Gipfel des Penya des Migdia

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Auf dem Penya des Migdia steht eine alte Kanone. Im Hintergrund: Das Cap de Pinar, bis heute Militärgelände.

Auf dem Penya des Migdia steht eine alte Kanone. Im Hintergrund: Das Cap de Pinar, bis heute Militärgelände.

Foto: Foto: jm
Auf dem Penya des Migdia steht eine alte Kanone. Im Hintergrund: Das Cap de Pinar, bis heute Militärgelände.

Das Tramuntanagebirge ist zweifellos das gefragteste Wandergebiet auf Mallorca. Aber auch abseits davon gibt es durchaus sehenswerte Ecken, die zu erkunden sich lohnt. Dazu zählt etwa die La-Victòria-Halbinsel bei Alcúdia.

Eine kurze, aber dennoch nicht ganz einfache Wanderung führt von der alten Einsiedelei, der "Ermita de la Victòria" oder auch "Santuari de la Victòria", hinauf auf den Gipfel des Penya des Migdia. Hin und zurück ist die Strecke in zwei Stunden zu schaffen.

Das Auto stellt man am besten auf dem Parkplatz an der alten Einsiedelei ab, die in ihrer jetzigen Form aus dem 18. Jahrhundert stammt, deren Geschichte allerdings bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Heute ist in dem Gebäude neben der Kapelle ein Hotel untergebracht.

Dem zunächst gut ausgeschilderten Wanderweg folgt man in Richtung "Sa Talaia de Alcúdia". Nach wenigen Metern befinden sich linker Hand drei Kreuze, die den Ort markieren, an dem einem Hirten die Muttergottes erschienen sein soll.

Nach etwa 15 Minuten Fußmarsch zweigt unmittelbar nach einer scharfen Rechtskurve linker Hand ein Weg ab, der an einem Holzgeländer klar zu erkennen ist. Diesem folgt man nun tiefer in den Wald hinein, hier und dort erschweren umgestürzte Bäume das Fortkommen, eine Ausschilderung gibt es nun nicht mehr.

Der Pfad schlängelt sich aber gut sichtbar den Berghang entlang, mit jedem Schritt wird die Aussicht über die Bucht von Pollença eindrucksvoller. Nach einer guten halben Stunde führt der Weg durch einen kurzen, in den Fels gehauenen Tunnel. Unmittelbar dahinter, an einer besonders schmalen Stelle, an der es links steil in die Tiefe geht, bietet eine Kette den Wanderern Halt.

Wenig später gelangt man an eine Art Plateau, an der sich eine verfallene Hütte, ein alter Ofen und ein Wasserspeicher befinden. Bereits von hier aus bietet sich eine prächtige Aussicht auf das Cap Pinar, den nördlichsten Zipfel der La-Victòria-Halbinsel, der bis heute Militärgebiet ist und deshalb vor der Bebauung bewahrt wurde. Verhandlungen zwischen der Gemeinde Alcúdia und dem Verteidigungsministerium in Madrid über eine teilweise Öffnung der Zone für Besucher hatten bislang keinen Erfolg.

Immer steiler über Geröll und Fels führt der Weg nun die letzten Meter auf den Gipfel. Die Wanderung wird zum Abschluss zu einer regelrechten Kletterpartie. Auf dem höchsten Punkt des Penya des Migdia auf 389 Metern steht eine alte Kanone. Von hier aus wurde zu Zeiten der Piratenüberfälle die Bucht von Alcúdia überwacht. Der Rundumblick ist überwältigend. Der Rückweg ist derselbe wie der Hinweg, einen anderen Abstieg vom Gipfel gibt es nicht.

 

INFO:

VON DER EINSIEDELEI ZUM AUSSICHTSPUNKT

Anfahrt: Von Alcúdia aus immer der Beschilderung „Santuari de la Victòria“ folgen. Auf dem Parkplatz der alten Einsiedelei kann man das Auto abstellen.

Dauer: Die Wanderung bis auf den Gipfel des Penya des Migdia (389 Meter hoch) dauert etwas mehr als eine Stunde, zurück ungefähr ebenso lange.

Entfernung: Die Strecke ist etwas mehr als zwei Kilometer lang.

Schwierigkeitsgrad: Der Weg führt über Schotter und durch Wald, zunächst am Berghang entlang, zum Schluss dann steil hinauf über Geröll und Fels.   

Ausrüstung: Wanderstiefel und winddichte Kleidung sind zu dieser Jahreszeit Pflicht.

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