Durch Wälder und Olivenhaine

Rundwanderung um die Muleta-Halbinsel bei Port de Sóller

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Panoramablicke auf Port de Sóller.

Panoramablicke auf Port de Sóller.

Immergrüne Wälder und jahrhundertealte Olivenhaine prägen die Landschaft auf der Muleta-Halbinsel bei Port de Sóller. In den bizarr verdrehten Olivenstämmen sehen fantasievolle Menschen Fabelwesen, Liebespaare oder wilde Tiere. Zwischen dichtem Gestrüpp lassen sich zwischendurch auch ein paar Panoramablicke auf Port de Sóller erhaschen.

Attraktiv ist auf dem Rundkurs Richtung Leuchtturm und Wanderherberge Refugi de Muleta vor allem die durchgehende Beschilderung, die streckenweise dem Weitwanderweg GR-221 folgt. Geübte Wanderer schaffen die sechs Kilometer in zwei Stunden. Wer es ruhiger angehen lassen will, sollte für die steinigen Wege mit einer Höhendifferenz von etwa 200 Metern mindestens zweieinhalb Stunden Gehzeit einkalkulieren. Die Kaffeepause in der bewirteten Herberge ist dabei noch nicht eingerechnet.

Der Einstieg zur Wanderung befindet sich markant beim verfallenen Hotel Rocamar und lässt sich eigentlich nicht verfehlen. Statt den kleinen Tunnel nach Port de Sóller zu nehmen, folgt man direkt vor dem Portal der Beschilderung zur Platja d'en Repic und gelangt unmittelbar zur Hotelruine. Wem das zum Parken dort zu unheimlich ist, der lässt sein Auto besser einige Hundert Meter weiter auf einem kleinen öffentlichen Parkplatz, der sich auf der linken Seite befindet. Im Sommer wird er von Strandbesuchern genutzt, im Winter lagern dort einige Boote.

Orientiert man sich an dem Schild beim verfallenen Hotel und geht zwischen den Ruinen hindurch, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Nach wenigen Metern kommt man zu einer Tafel mit der Aufschrift "Camina per Mallorca", die über den Weitwanderweg GR-221 und seine Varianten informiert.

Man folgt nun einfach in Serpentinen dem gepflasterten Weg bergauf. Nicht irritieren lassen darf man sich von zwei Zaundurchlässen zwischendurch. Sie dienen lediglich dazu, die Schafe auf der richtigen Weide zu halten und gleichzeitig Passanten durchzulassen. Das Gatter ist also auf jeden Fall wieder sorgfältig zu schließen.

Eine Steinpyramide kurz nach dem zweiten Zaundurchlass ist zu ignorieren, indem man einfach in Serpentinen weiter bergauf geht. So gelangt man zum Anwesen Muleta de Ca S'Hereu, dessen Besitzer die Wanderer zwischen 11 und 16 Uhr mit Orangensaft und mallorquinischem Pa amb oli bewirten. Kleine hölzerne Schilder mit Pfeilen erleichtern auf dem Weg immer wieder die Orientierung.

Für ein Picknick eignen sich die sonnigen Wiesen in der Hochebene rund um das gewaltige Herrenhaus Muleta Gran mit seinem historischen Wehrturm. Es bildet gleichzeitig den höchsten Punkt der Wanderung. Nicht weit davon biegt man beim Wegweiser "Deià 2 h 15 Minuten, Refugi de Muleta 30 min" rechts ab. Realistisch sind allerdings eher 50 Minuten, da der abschüssige Schotterweg über einige Hundert Meter mehr einem Geröllfeld ähnelt als einem Pfad. Von Weitem sieht man aber schon den Leuchtturm und die daneben gelegene Wanderherberge mit Übernachtungsmöglichkeit und Bewirtung. Die mitgebrachte Jause kann man auch im Freien auf Holztischen mit Meerblick verzehren.

Um zum Ausgangspunkt zurückzugelangen, nimmt man einfach die asphaltierte Autostraße mit Panoramablick auf den Ort. In erster Meereslinie von Port de Sóller angekommen, einfach beim Restaurant Es Canyis nach rechts abbiegen und über einen Fahrweg Richtung Strandparkplatz und Hotelruine gehen.

INFO

MULETA-RUNDKURS
Die Gehzeit auf der 6 Kilometer langen Strecke mit geringer Schwierigkeit und 200 Meter Höhenunterschied beträgt 2 bis 2,5 Stunden. Einkehrmöglichkeiten auf der Finca Muleta de Ca S'Hereu und im Refugi de Muleta.

Ausgangspunkt ist das verfallene Hotel Rocamar oder der Strandparkplatz hinter der Platja d'en Repic.


 

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