Wo die wilden Ziegen wohnen

Nicht nur die Tramuntana, auch die La-Victòria-Halbinsel eignet sich für Wanderungen

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Ziegenbock auf dem Gipfel des Talaia d'Alcúdia.

Ziegenbock auf dem Gipfel des Talaia d'Alcúdia.

Foto: Foto: jm
Ziegenbock auf dem Gipfel des Talaia d'Alcúdia. 22409Blick vom Hang des Puig des Boc hinunter auf den Kiesstrand von Coll Baix.22411

Die La-Victòria-Halbinsel bei Alcúdia gehört zu den unterschätzten Wandergebieten auf Mallorca. Während sich im Tramuntana-Gebirge im Herbst und Frühjahr viele, viele Touristen tummeln, geht es auf den Wegen rund um den Talaia d'Alcúdia (446 Meter) beschaulich zu. Häufiger als andere Wanderer bekommt man hier wilde Ziegen zu Gesicht.

Die Halbinsel ist dennoch gut als Wandergebiet erschlossen. Es gibt kilometerlange ausgeschilderte Wanderwege, auch ein Teil der Nordic-Walking-Route der Gemeinde Alcúdia führt hier entlang. Da die Entfernungen nicht allzu groß sind, bieten sich verschiedene Rundwanderungen an. Als Ausgangspunkt empfiehlt sich die alte Einsiedelei, die ganz am Ende der Landstraße von Alcúdia auf die Halbinsel liegt. Dahinter kommt nur noch das Cap Pinar, das Militärgebiet ist.

Direkt an der Ermita de la Victòria gibt es einen großen Parkplatz, den man gratis nutzen kann. Unmittelbar neben der Einsiedelei beginnt ein schotterbedeckter Fahrweg, der sich zunächst sanft den Berg hinaufschlängelt. Nach wenigen Minuten gelangt man an einen Abzweig (linker Hand). Dieser Weg, der am hölzernen Geländer zu erkennen ist, führt zum Penya des Migdia, von dem aus man einen spektakulären Überblick über das Cap Pinar genießen kann.

Geradeaus weiter geht es in Richtung Talaia d'Alcúdia. Dies ist die höchste Stelle der gesamten Gemeinde Alcúdia. Auf einer Anhöhe führt der Weg an einem Wasserdepot vorüber (rechter Hand), das im Falle eines Waldbrandes von den Löschtruppen genutzt werden kann. Wenig später endet der bequeme Fahrweg, der am Parkplatz begonnen hatte. Nun beginnt der anstrengendere Teil des Aufstiegs. Der eindrucksvolle Rundumblick über fast die gesamte Nordküste Mallorcas entschädigt aber für die Mühen.

Auf dem Gipfel des Talaia d'Alcúdia befindet sich die Ruine einer alten Berghütte sowie eine Aussichtsstation zur Brandprävention. Kurz vor dem Gipfel befindet sich ein Abzweig in Richtung Coll Baix. Der Weg dorthin führt mal geradeaus, mal im Zickzack über Carritx- und Geröllfelder. Die Streckenführung ist hier nicht immer eindeutig, Holzpfosten und Steinmännchen aber helfen bei der Orientierung.

Am Coll Baix befindet sich ein Rastplatz, hier zweigt linker Hand der Weg hinunter in die Kiesbucht ab, die in dieser Jahreszeit meist völlig verlassen, allerdings auch fast immer im Schatten daliegt. Wer sich den Abstecher sparen will, hält sich am Coll Baix rechts und folgt dem Fahrweg bis zum ausgeschilderten Abzweig in Richtung Ermita de la Victòria. Nach wenigen Metern haben in einer kleinen Lichtung fleißige Hände Dutzende Steinmännchen aufgeschichtet - ein beeindruckendes Bild.

Der Weg, der den Talaia d'Alcúdia umrundet, folgt nun dem Verlauf eines Sturzbaches, den er mehrfach kreuzt, erneut durch Carritx- und Felslandschaft. Nach etwa einer Dreiviertelstunde kommt wieder die Bucht von Pollença in den Blick. Kurz darauf gibt es einen weiteren ausgeschilderten Abzweig, an dem das letzte Teilstück zurück zur Einsiedelei beginnt. In vier bis fünf Stunden plus Pausen ist diese Rundwanderung zu bewältigen.

INFO
RUND UMDIE HALBINSEL

Anfahrt:
Von Alcúdia aus immer der Beschilderung „Santuari de la Victòria“ folgen. Auf dem Parkplatz der alten Einsiedelei
kann man das Auto abstellen.

Dauer:
Die Rundwanderung ist in vier bis fünf Stunden zu schaffen (ohne Pausen). Der Abstecher zum Strand kostet etwa eine Dreiviertelstunde.

Entfernung:
Die Strecke ist rund zwölf Kilometer lang, ohne Abstecher zum Strand sind es etwa neun.

Schwierigkeitsgrad:
Der Weg führt größtenteils über gut ausgeschilderte Wege, teilweise steil bergauf und bergab sowie auch über Geröll und Schotter.

Ausrüstung:
Wanderstiefel und winddichte Kleidung sind Pflicht.

 

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