Im Schatten der Pinie

Der Blick an der Playa de Formentor: fantastisch. Das Meer: karibisch.

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Die Pinien sorgen für (kostenlosen) Schatten, an manchen Strandabschnitten fast über die gesamte Breite.

Die Pinien sorgen für (kostenlosen) Schatten, an manchen Strandabschnitten fast über die gesamte Breite.

Foto: Foto: zap
Die Pinien sorgen für (kostenlosen) Schatten, an manchen Strandabschnitten fast über die gesamte Breite.16889

"An diesem Strand kann man sich nicht sattsehen", sagt Malena Pons. Seit 35 Jahren arbeitet sie an der Playa Formentor, auf der berühmten Halbinsel im Norden Mallorcas. Im Selbstbedienungsrestaurant L'Espigón, auf dem betonierten Mittelstück des zweigeteilten Strandes, sorgt sie dafür, dass die Tische sauber sind.

Der Blick von ihrem Arbeitsplatz: fantastisch. Das Meer: karibisch. Obwohl es in einigen Tourismus-Foren kritisiert wird, wirkt sich der betonierte Anleger nicht negativ auf die Optik der Playa Formentor aus, dank der Weitläufigkeit des knapp 900 Meter langen und lediglich zehn Meter breiten Strandes.

Vom Strand aus zwar nicht sichtbar, ist es nur an den exklusiven Liegen für 21 Euro zu erkennen: das legendäre Hotel Formentor. Durch seine abgeschiedene Lage und die spektakuläre Landschaft hatte es von 1999 bis 2005 einen perfekten Rahmen für das "Foro Formentor", ein Treffen der Staatslenker aus dem Mittelmeer, geboten.

Spaniens Premier José María Aznar, Palästinenserführer Yassir Arafat oder der ehemalige ägyptische Präsident Hosni Mubarak - was im Mittelmeerraum Rang und Namen hatte, traf sich in diesem legendären Luxushotel. Prädestiniert dafür war es vor allem aus Sicherheitserwägungen heraus. Die einzige Zugangsstraße brauchte lediglich gesperrt zu werden. Die Modernisierung des in die Jahre gekommenen Hotels steht unmittelbar bevor.

Die Abgeschiedenheit der Playa hat für Strandbesucher jedoch einen anderen Effekt: Das Thema Parken gestaltet sich einigermaßen schwierig. Umsonst geht es an der erwähnten Straße zum Cap Formentor. Allerdings sind die Randstreifen stark abschüssig und steinig, tiefergelegte Fahrzeuge sollte man wegen akuter Beschädigungsgefahr des Unterbodens dort besser nicht abstellen.

Die Parkplatzbetreiber scheinen sich dieser Problematik durchaus bewusst zu sein. Nur dadurch lassen sich Standgebühren von acht bis zehn Euro für den Tag erklären.

Alternativ reisen Touristen mit dem Bus oder per Boot an. Gerade am Wochenende ist der Strand dadurch stark frequentiert.

Sein Plus bleibt aber bestehen: kristallklares Wasser, herrliche Aussichten und vor allem der starke Pinienbewuchs, der den relativ schmalen Strand mit natürlichem Schatten versorgt.

Angereichert mit Informationen aus dem Strandführer "Die ganzen Strände von Mallorca", von Miguel Ángel Álvarez Alperi.

INFOS

Anfahrt:
Von Palma Richtung Alcúdia, dann im Kreisel vor dem Ort Richtung Port de Pollença abbiegen. Vor Port de Pollença im Kreisel auf die MA 2210 Richtung Formentor. Nach neun Kilometern ist der Strand ausgeschildert. Tipp: Kurz vor der Playa an dem Mirador Es Colomer anhalten. Er bietet einen fantastischen Ausblick.

Parken:
Kostenpflichtig, die Preise sind saftig und liegen zwischen 8 und 10 Euro. Parken an der Straße erlaubt, im Sommer wird es aber voll!

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