Die Tramuntana von ihrer schönsten Seite

| Fornalutx, Mallorca |
Zwischen Olivenhainen und Orangenplantagen liegt Fornalutx

Zwischen Olivenhainen und Orangenplantagen liegt Fornalutx. Der Bergort hat mehrmals den Preis als schönstes Dorf Spaniens gewonnen

Foto: Foto: Schittelkopp
Zwischen Olivenhainen und Orangenplantagen liegt FornalutxSchmale Gassen machen den Charme des Tramuntana-Ortes ausDer Wanderer bleibt nicht lang allein: So mancher Finca-Besitzer hält sich einen EselMallorcas Gebirge zeigt sich von seiner malerischen SeiteDie Rundwanderung führt von Sóller über Fornalutx

Malerischer kann es kaum auf Mallorca werden: Auf dem knapp zehn Kilometer langen Rundwanderweg von Sóller über Fornalutx und den Mirador des Ses Barques zeigt sich das Tramuntana-Gebirge von seiner schönsten Seite. Zudem ist die Route ungefährlich und man muss wahrlich kein Bergsteiger sein, um sie zu bewältigen.

Der Fußballplatz von Sóller dient als Start- und Endpunkt der Wanderung. Verlaufen ist quasi unmöglich, denn Wegweiser markieren die Richtung in regelmäßigen Abständen. Die Strecke ist in etwa dreieinhalb Stunden zu schaffen.

Vom Bolzplatz aus folgt man der Beschilderung in Richtung Fornalutx ein Stück an der Straße entlang. Dort, wo sich anschließend der Weg gabelt, weist ein Schild des Fernwanderwegs GR-221, der sogenannten Trockensteinroute (Ruta de Pedra en Sec), die Richtung in das Bergdorf. Raus geht es aus Sóller und sofort dehnt sich der Blick über die Serra de Tramuntana aus. Vorüber an Zitrusbaumhainen und Fincas mit Pool geht es auf einem gepflasterten, historischen Weg weiter, der bereits im 13. Jahrhundert bestand.

Nach rund einer Stunde Fußmarsch, der am Weiler Binibassí vorbeiführt, gelangt man nach Fornalutx. Schon aus der Ferne wird sichtbar, wie sich das Örtchen idyllisch in die Bergkulisse einschmiegt. Fornalutx wirkt wie aus einem Bilderbuch über Mallorca. Die schmalen Gassen sind wie geleckt, die Natursteinmauern der Häuser trotzen der Hitze und an der Dorfplaça reihen sich die Bars aneinander.

Auf dem weiteren Weg lässt man den Ort, der mehrmals als schönstes Dorf Spaniens prämiert wurde, rechts liegen und steigt die Berge Richtung Mirador des Ses Barques hinauf. Als Orientierungspunkt dient neben den hölzernen Wegmarkierungen auch die Serpentinenstraße Ma-10. Hört der Wanderer das Heulen der Automotoren und das Quietschen der Zweiräder, die sich in die Kurven legen, weiß er in der Bergidylle, dass der Weg (Costa d'en Nicó) der richtige ist. Als Hinweis: Mehrmals muss die Straße überquert werden oder man folgt ihr ein Stück, bevor der Wanderpfad wieder zwischen den Bäumen verschwindet.

Vom Mirador de Ses Barques gibt es einen schönen Ausblick nach Port de Sóller. Vom Aussichtspunkt aus führt die Tour ein Stück Richtung Norden, bevor der Weg sich gabelt und der eineinhalbstündige Abstieg in Richtung Sóller beginnt.

Auch ungeübte Wanderer und Familien können den Weg problemlos nutzen. Neben Ziegen und Schafen beäugen Esel, die auf manchen der angrenzenden Fincas gehalten werden, neugierig die Passanten und hoffen auf eine Handvoll frisches Gras. Die Pfade liegen größtenteils im Schatten, so dass es sogar im Sommer nicht allzu heiß wird.

Zudem ist der Ablauf der Wanderung variabel. Man kann die Tour in Richtung Fornalutx beginnen und dann zum Mirador aufsteigen oder die andere Richtung wählen: Erst den Mirador de Ses Barques ansteuern und danach ins Bergdorf absteigen.

INFO

Die Wanderung beginnt und endet am Fußballplatz im Norden von Sóller. Dort gibt es einen Parkplatz. Es besteht die Möglichkeit, mit der Sóller-Bahn von Palma aus anzureisen, vom Bahnhof ist es ein kurzer Fußmarsch zum Ausgangspunkt.

Die Strecke führt neuneinhalb Kilometer durch die Tramuntana, Fornalutx und Sóller sind auf der gesamten Route ausgeschildert. Eine Einkehr ist in den beiden Orten möglich, sowie auch am Mirador de Ses Barques. Es gilt, 350 Höhenmeter zu überwinden.

(aus MM 23/2015)

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Franz Schubert / Vor über 3 Jahren

Leider ist das Dorf Fornalutx nicht so schön, wie Sie es hier beschreiben: man muß auf Schritt und Tritt darauf achten, nicht in einen der überall liegenden Hunde-Scheißhaufen zu treten. So kann man kaum den Blick schweifen lassen, um die Schönheit dieses Ortes aufzunehmen.