Mallorca hat einen neuen Balkon

Platz auf der ehemaligen Festung "Baluard del Príncep" in Palma eingeweiht

Verweilen und schauen: Die ersten Besucher nehmen die Festung ein.

Verweilen und schauen: Die ersten Besucher nehmen die Festung ein.

Foto: Foto: Miquel Àngel Cañellas
Verweilen und schauen: Die ersten Besucher nehmen die Festung ein.Ob Mauerelemente oder Sitzbänke, der Sandstein dominiert.Der Ausbau des 5000 Quadratmeter großen Platzes auf der Mauer hat 3,5 Millionen Euro gekostet.

Palma der Mallorca ist um eine Attraktion reicher. Mitte Oktober wurde "El Baluard del Príncep", der östliche Teil der Stadtmauer am Meer, der Öffentlichkeit übergeben. Von hier aus hat man einen traumhaften Blick auf das Meer.

Insgesamt wurden 3,5 Millionen in den 5000 Quadratmeter großen Platz investiert. Der Architekt Elías Torres hat auf dem Areal gerade und schräge Ebenen, Treppen und Sitzmöglichkeiten geschaffen, alles aus dem mallorcatypischen Sandstein. Die Lampen auf dem Areal sind modern gehalten, was die Denkmalschützer prompt erzürnt hat. Die Besucher haben daran keinen Anstoß genommen.

Palmas Bürgermeister Mateo Isern nutzte die Einweihungsfeier, um die Vertreter zweier Ministerien in Madrid um weitere Mittel für die Vollendung der Bauarbeiten zu bitten. Will man den gesamten Masterplan für "El Baluard del Príncep" umsetzen, sind weitere 5,5 Millionen Euro notwendig, unter anderem für ein kleines Museum.

Die Festung des Prinzen war einst Bestandteil der Stadtmauer, die Palma umgab und insgesamt 16 Festungsanlagen beinhaltete. Heute existieren nur noch vier davon: Sant Pere, Ses Voltes, Berard und Príncep. Auch von der Stadtmauer (Baubeginn 1575) sind nur noch die Teile erhalten, die zum Meer zeigen. Dennoch erkennt man den zickzackförmigen Verlauf um den Stadtkern bis heute: an den sogenannten "Avenidas", die anstelle der Mauer gebaut wurden.

Die Vorarbeiten zur Renovierung von "El Baluard del Príncep" dauerten fast ein Vierteljahrhundert. Denn auf dem Platz standen mächtige Gebäude, unter anderem ein Wohnblock für Militärangehörige, der nach zähen Verhandlungen abgerissen wurde.

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