Spanisches Fernsehen ordnet Frequenzen neu

TV-Sender wechseln am 26. Oktober 2014 die Plätze

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Spätestens zum Jahresende wird ein Neustart des Sendersuchlaufs fällig.

Spätestens zum Jahresende wird ein Neustart des Sendersuchlaufs fällig.

Foto: Foto: Ultima Hora

Wer auch nach dem 26. Oktober (Sonntag) auf Mallorca wie gewohnt spanisches Fernsehen schauen möchte, sollte auf Nummer sicher gehen: die TV-Sender bekommen neue Frequenzen. Rund die Hälfte der Inselbewohner werden Hilfe vom Fachmann benötigen, um die Antenne nachzurüsten. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Was passiert am Sonntag, 26. Oktober?

Von dem Tag an gelten für einige spanische Fernsehsender neue Frequenzen.

Was bedeutet das?

Noch bis Jahresende sollen die betreffenden Sender auch auf der alten Frequenz zu empfangen sein, danach aber nur noch auf der neuen.

Was muss ich also tun?

Kommt drauf an. „In vielen Fällen reicht es aus, einfach den Programmsuchlauf am Fernsehgerät neu zu starten“, sagt Michael Sasse von der Firma TV Sasse in Peguera. Das sollte man nach dem 26. Oktober als Allererstes einmal versuchen. Offiziellen Angaben zufolge wird etwa die Hälfte der Inselbevölkerung auf diese Weise die Kanäle auf den neuen Frequenzen empfangen können – in erster Linie Personen, die in Einfamilienhäusern wohnen, da deren Antennen nicht umgerüstet werden müssen.

In welchen Fällen reicht das nicht aus?

Offiziellen Angaben zufolge wird es auf den Balearen in 27.305 Mehrfamilienhäusern nötig sein, die Gemeinschaftsantenne nachzurüsten. Betroffen sind davon etwa 275.000 Haushalte – etwa die Hälfte der Inselbevölkerung.

Was muss in diesen Fällen getan werden?

Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft sollten einen TV-Techniker kontaktieren, der die nötigen Arbeiten an der Antenne durchführt. Anschließend muss an jedem TV-Gerät der Sendersuchlauf neu gestartet werden.

Wer übernimmt die Kosten?

Die spanische Regierung hat ein 280-Millionen-Euro-Subventionsprogramm angekündigt, das Eigentümergemeinschaften zugute kommen soll. Erstattet werden sollen zwischen 100 und 550 Euro – allerdings nur solange die dafür bereitgestellte Geldsumme reicht (auf den Balearen insgesamt 7,6 Millionen Euro): Die Anträge werden in der Reihenfolge bearbeitet, in der sie beimMinisterium eingehen.

Wie beantragt man die Subvention?

Die Details sind noch nicht bekannt gegeben. Das Geld wird jedoch ab 1. Januar 2015 überwiesen. Vorgelegt werden müssen in jedem Fall ein offizielles, vom TV-Techniker ausgestelltes Formular sowie die Rechnung.

Wann sollten die Eigentümergemeinschaften einen TV-Techniker beauftragen?

Laut Industrieministerium am besten sobald wie möglich. Der balearische Verband der TV-Techniker empfiehlt das ebenfalls. Andernfalls könne es gegen Jahresende zu Engpässen kommen.

Was steckt hinter der Neuerung, die am 26. Oktober in Kraft tritt?

Auch in Spanien hat das digitale das analoge Antennenfernsehen mittlerweile abgelöst. Da die digitale Ausstrahlung weniger Bandbreite benötigt als die analoge, werden Frequenzen frei (Dachbegriff: „Digitale Dividende“).

Was geschieht mit den frei gewordenen Frequenzen?

In ganz Europa soll der 800-MHz-Bereich in Zukunft einheitlich für den Mobilfunk verfügbar sein. Damit das möglich ist, müssen in Spanien nun die Frequenzen der Sender neu geordnet werden.

Welche Folgen hat das für den Mobilfunksektor?

Das spanische Industrieministerium verspricht bessere und auf Dauer günstigere Mobilfunkverbindungen.

Wo bekomme ich weiterführende Informationen?

Das spanische Industrieministerium informiert ausführlich im Internet unter der Adresse www.televisiondigital.es (>>> dividendo digital), allerdings nur auf Spanisch. Hier gibt es zu gegebener Zeit dann auch Informationen über die Kostenerstattung.

(aus MM 43/2014)

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