So bleibt der Garten immer grün

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Geschnittene Hecken im klassischen Garten.

Geschnittene Hecken im klassischen Garten.

Foto: Foto: Renate Werthwein
Geschnittene Hecken im klassischen Garten.Thuja piramidalis brauchen keinen Formschnitt.Pistacia lentiscus, heimische "mata", als Kugel beschnitten.Juniperus phoenicea, wächst wild auf der Insel, hier direkt am Meer.Eunymus pulchellus hat winzige Blätter. Hier frei wachsend.Pittosporum tobira mit weiß panaschierten Blättern.

Die Gartensträucher könnte man in verschiedene Gruppen einteilen. Einmal solche, die für naturnahe Pflanzungen, in größeren Anlagen, zwischen Bäumen und an den Rändern von Freiflächen gepflanzt werden sollten. Dann die ausgesuchten Solitärpflanzen in verschiedenen Größen und Höhen. Als dritte Gruppe die reinen Heckenpflanzen, mehr oder weniger geschnitten. Als Sichtschutz, Windschutzhecken für Obstplantagen und Gemüsekulturen. Auch die Zierhecken, meist exakt geschnitten der klassischen Gärten im französischen Stil.

Die Auswahl an Pflanzen hierfür ist groß. Auf der Insel werden auch einige Wildpflanzen verwendet, die in den letzten Jahren in mehreren Gärtnereien vermehrt angeboten werden. Alle sind immergrün und besonders wuchsfreudig. Kreuzdorn, Rhamnus alaternus, hier "Llampuga" genannt, wächst in lichteren Wäldern. Der Erdbeerstrauch, Arbutus unedo, steht in den Bergen an schattigen Stellen und Nordhängen. Blüht und fruchtet, ist auch als Solitärpflanze sehr schön. Pistacia lentiscus, "Mata", Mastixstrauch, wächst überall in den "Garrigas" bis nahe an den Küsten und hoch in den Bergen. Oft wird er in den Gärten formal geschnitten. Ein Beispiel: vor dem Hauptgebäude der Clínica Planas und dem Mittelstreifen vor dem Friedhof.

In den Höhenlagen des Galatzó-Gebirges wächst Buchsbaum, Buxus balearica, mit großen, runden Blättern. Diese heimische Art kann sehr alt und groß werden. Die "Gartensorten" sind klassische Heckenpflanzen in historischen Gärten in ganz Europa. So manche Grünsträucher sind Exoten aus fernen Ländern. Selbst die herrlichen Zypressen, Cupressus sempervirens, stammen aus den östlichen Mittelmeerregionen, Syrien, Iran, Zypern. Die grün oder auch silbrig blau glänzende Cupressus arizonica kommt aus den USA. Der Lebensbaum, Thuja orientalis, kommt aus China und Armenien. Oft bildet er Windschutzhecken an Zitrusplantagen. Als am widerstandsfähigsten in Küstennähe hat sich Pittosporum tobira erwiesen. Selbst salzhaltige Winde können ihm nichts anhaben. Auch dieser interessante Strauch stammt aus China und Japan.

Lorbeer, Laurus nobils, ist in ganz Europa als Hecke- und Solitärpflanze, meist geformt, in den meisten historischen Gärten zu sehen. Liguster, in verschiedenen Arten, als Hecke oder niedriger Baum. Spindelstrauch, Euonymus japonica, gibt es mit verschiedenen Blatt- und Wuchsformen. Die Zwergform, Euonymus pulchellus, wird gerne für ganz niedrige Hecken und Figuren genutzt. Oft auf der Insel gepflanzt findet sich Myoporum, "antorcersis", aus Australien und Neuseeland. Als Wind und Sichtschutz, begrenzt dieser wüchsige, stark verzweigende Strauch oft die "Fincas". Er kann jederzeit auch stark beschnitten werden und kommt immer wieder durch.

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