Steuererklärung - Fragen und Antworten

Wer mehr als 22.000 Euro verdient, muss eine Einkommensteuererklärung abgeben

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Jedes Jahr bis spätestens Ende Juni muss man in Spanien die Steuererklärung zum Vorjahr abgeben. Die MM un die Anwaltskanzlei „Jaime Lamas & Asociados" beantworten die wichtigsten Fragen:

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?
Grundsätzlich muss in Spanien eine Einkommensteuererklärung abgeben, wer 22.000 Euro oder mehr verdient.

Wer ist in Spanien steuerpflichtig?
Als Steuerinländer gilt in Spanien, wer mehr als die Hälfte des Jahres im Land verbringt, oder hier den Mittelpunkt seiner wirtschaftlichen Aktivitäten hat, oder dessen nicht getrennt lebender Partner mit gemeinsamen Kindern in Spanien lebt.

Welche Einkünfte müssen deklariert werden?
In groben Zügen: Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, Einkünfte aus unternehmerischer Tätigkeit, Kapitaleinkünfte, Mieteinkünfte, Einkünfte aus der Veräußerung von Vermögenswerten.

Was geschieht mit Einkünften aus anderen Ländern?
Diese werden gemäß den bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen behandelt. Im Fall von Deutschland stammt dieses aus dem Jahr 1966, ist jedoch kürzlich durch eine neues Abkommen ersetzt worden.

Was kann von der Steuer abgesetzt werden?
Obwohl in allen Fällen bestimmte Einkommensgrenzen und andere Beschränkungen gelten, können grundsätzlich Investitionen in eine selbst genutzte Wohnimmobilie, Mietzahlungen, Spenden sowie Beiträge zu Rentensparplänen abgesetzt werden.

Welche Steuersätze gelten aktuell in Spanien?
Zunächst erfolgt die Einordnung in die entsprechende Steuerklasse je nach den persönlichen Lebensverhältnissen (ledig, verheiratet, getrennt lebend, mit oder ohne Kinder, Einkommenshöhe). Die Steuersätze reichen von 24 bis 43 Prozent.

Müssen deutsche Rentner, die in Spanien steuerpflichtig sind, eine Einkommensteuererklärung abgeben?
Ja. Deutsche Rentner, die ihren Steuerwohnsitz nach Spanien verlegen, müssen ihre Rente in Spanien versteuern (ausgenommen sind Beamtenpensionen).

Was ändert sich daran durch das neue Doppelbesteuerungsabkommen?
Es sieht vor, dass in Zukunft Deutsche, die ihren Steuerwohnsitz nach Spanien verlegen, auf ihre Rente in Deutschland Steuern zahlen müssen. Die Steuersätze sollen von fünf Prozent (ab 1.1.2015) auf maximal zehn Prozent (ab 1.1.2030) steigen. Diese Steuerzahlungen werden dann auf die in Spanien fällige Versteuerung angerechnet.

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