Annäherung der deutschen Schulen

Palma de Mallorca |
Das Archivfoto zeigt ein Schulfest des Eurocampus im Gebäude der Schwedischen Schule.

Das Archivfoto zeigt ein Schulfest des Eurocampus im Gebäude der Schwedischen Schule.

Das Archivfoto zeigt ein Schulfest des Eurocampus im Gebäude der Schwedischen Schule. Das Archivfoto zeigt eine Schülergruppe bei der Eröffnung der Ecolea-Schule in Marratxí im Sommer 2013.

Auf Mallorca tut sich offenbar etwas in der deutschen Schulszene. Zwischen den beiden deutschsprachigen Schulen auf Mallorca, dem Eurocampus in Palma und der Ecolea-Schule in Marratxí, könnte es nach MM-Informationen in Zukunft eine Kooperation geben. Demnach besteht bei der Kultusministerkonferenz in Berlin, die auch für das deutsche Auslandsschulwesen zuständig ist, ein Interesse, dass beide Schulen auf Mallorca künftig enger zusammenarbeiten.

Offiziell bestätigen will das bislang keine Seite, Dementis gibt es allerdings auch nicht. "Perspektivisch fände ich es klasse, wenn es eine große deutsche Schule auf Mallorca geben würde, mit mehr Lehrern und mehr Möglichkeiten", sagt Konsulin Sabine Lammers, die Mitglied im Eurocampus-Trägerverein ist. Sie sagt aber auch: "Der Ist-Zustand sieht so aus, das es eine anerkannte deutsche Schule auf Mallorca gibt." Sprich: Die Eurocampus-Schule.

Bislang funktionieren beide Einrichtungen vor allem in Sachen Abschluss unterschiedlich. Die Eurocampus-Schule hat ein Abkommen mit der Deutschen Schule Barcelona und kann die Mittlere Reife in Palma abnehmen sowie in diesem Jahr erstmals zwei Abiturienten nach Barcelona schicken. Mit der Deutschen Schule in der katalanischen Hauptstadt hat der Eurocampus einen offiziellen Prüfungsverbund. Aktuell hat sie 92 Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude in Palmas Stadtviertel El Terreno untergebracht. "Die ersten Anmeldungen für das kommende Jahr haben wir auch schon", sagt Schulleiterin Gabriele Fritsch.

Derzeit unterrichten 15 Lehrkräfte am Eurocampus. Diese sind allerdings nicht verbeamtet. "Wir haben keine entsandten Lehrkräfte", sagt Fritsch. Seit 2000 existiert der eingetragene Trägerverein, der unter anderem jedes Jahr über die Höhe der Schulgebühren entscheidet, seit 2002 gibt es den Schulbetrieb im Eurocampus, der zunächst in den Räumen der Porciuncula-Schule an der Playa de Palma untergebracht war.

Bei Ecolea in Marratxí hingegen gibt es aktuell noch keinen Abiturjahrgang. Dort können die Prüfungen im Bedarfsfall jedoch in der Ecolea-Zentrale in Rostock abgelegt werden. Eine Anerkennung als hiesige Auslandsschule steht noch aus, die Betreiber warten seit fast zwei Jahren darauf. "Die spanischen Behörden akzeptieren aber faktisch, dass wir die Niederlassung einer deutschen Schule sind", sagt Ecolea-Geschäftsführer Sven Olsen. Man sehe, dass seriös gearbeitet werde, sagt er. Das Registrierungsverfahren, als hiesige Schule anerkannt zu werden, sei aber umständlich. "Da stehen die Behörden im Gespräch", sagt Olsen. Er versichert gegenüber MM, dass die Schüler auf der Ecolea der Schulpflicht nachkommen. Sind die Kinder auch noch in Deutschland gemeldet, gibt es ohnehin keine Probleme. Bei deutschen Behörden ist die Ecolea bestens bekannt.

Langfristig will die "Mallorca-Filiale" des Ecolea-Trägers jedoch eine reine Mallorca-Schule werden. Aktuell werden knapp 60 Schülerinnen und Schüler von elf Lehrkräften unterrichtet. "Wir steuern aber eine Schülerstärke von 80 an", sagt Olsen.

Nach Adam Riese: Eine Fusion der beiden Schulen käme demzufolge auf etwa 170 Schüler.

Der (gekürzte) Bericht ist Teil des Themas der Woche im neuen MM. Die vollständige Berichterstattung lesen Sie in der jüngsten Ausgabe, erhältlich am Kiosk auf Mallorca, sowie an den Bahnhöfen und Flughäfen in Deutschland; oder auf E-Paper.)

Lesen und kommentieren Sie auch den Leitartikel "Der Traum von einer großen deutschen Schule auf Mallorca" im MM-Blog.

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