Tanken auf Mallorca - gar nicht so einfach

| Mallorca |
Tankwart Laure Jiménez an der Repsol-Filiale in Son Rapinya auf Mallorca nimmt Kunden nicht nur das Zapfen ab, sondern misst bei

Tankwart Laure Jiménez an der Repsol-Filiale in Son Rapinya auf Mallorca nimmt Kunden nicht nur das Zapfen ab, sondern misst bei Bedarf auch den Reifendruck und prüft den Ölstand. Über Trinkgeld freut er sich immer.

Foto: Sophie Mono

Freundlich lächelt der junge Mann mit der schwarz-orangenen Kleidung zur Begrüßung. "Guten Morgen", begrüßt Laure Jiménez und zeigt auf die Zapfsäule vor sich. "Wie kann ich Ihnen helfen?" Einmal volltanken, bitte. Bereitwillig öffnet Jiménez den Tankdeckel und macht sich ans Werk. "Wir messen auch den Reifendruck und prüfen den Ölstand", sagt er.

Szenen wie diese an der Repsol-Tankstelle in Palmas Stadtviertel Son Rapinya gibt es in Deutschland in der Gegenwart kaum noch. Die älteren Generationen mögen sich einige Jahrzehnte zurückversetzt fühlen, als Tankwart auch in der Bundesrepublik noch eine richtige Dienstleistung war. Auf Mallorca ist dies bis heute verbreitet - wenn auch nicht immer in so ausgeprägtem Maße wie in Son Rapinya.

Doch auch auf der Insel gibt es zahlreiche "Gasolineras", an denen man selbst Hand anlegen muss. Ein Überblick über die verschieden Tankstellen-Typen:

Die "Tanke" mit Tankwart:

Zu erkennen sind diese Filialen vor allem daran, dass Mitarbeiter wie Jiménez meist demonstrativ an den Zapfsäulen bereit stehen. Sie fragen zunächst nach der Treibstoffart. "Gasolina" (Benzin) oder "Diesel"? Zudem wollen sie wissen, ob vollgetankt werden soll ("llenar"), oder für wie viel Euro man zu tanken gedenkt. Teilweise kann der Tankwart selbst das Bargeld annehmen, zumeist wird jedoch im Inneren der Tankstelle kassiert. "Viele Mallorquiner geben kein Trinkgeld, Ausländer schon eher", berichtet Tankwart Laure Jiménez. Bis zu einem Euro würden manche Kunden locker machen. "Aber wenn uns jeder 20 Cent geben würde, wäre das schon klasse", finden Jiménez und sein Kollege Eufemio Minolli. Nachts arbeiten die beiden übrigens nicht. Ab dem späten Abend müssen sich Kunden auch an der Repsol-Tankstelle in Son Rapinya und an anderen Full-Service-Filialen selbst die Hände schmutzig machen.

Selbst tanken, an der Kasse zahlen:

Bei diesem Modell wird unterschieden zwischen Tankstellen, an denen - wie in Deutschland üblich - jeder Fahrer selbst die Zapfsäule bedient, dann zur Kasse geht und bezahlt, und jenen Tankstellen, an denen die Zapfsäule zunächst freigeschaltet werden muss. Zu erkennen ist dies im Vorhinein nicht, erst wenn man tanken will und die Zapfanlage nicht anspringt, kann man sich sicher sein, an den zweiten Typ geraten zu sein. An der Kasse sagt man den gewünschten Tankbetrag, bezahlt, und die Angestellten aktivieren die Zapfsäule. Das funktioniert unter Mallorquinern, die häufig nur geringere Beträge tanken, oft problemlos. Umständlich wird es erst dann, wenn man nach deutscher Manier gerne volltanken möchte. Dann muss man sich zweimal in der Kassenschlange anstellen: Einmal, um die Säule zu aktivieren und nach dem Tanken ein zweites Mal, um den getankten Betrag zu bezahlen.

Voll-SB-Tankstellen:

In den vergangenen Jahren immer mehr in Mode gekommen sind die Tankstellen, die vollkommen auf "autoservicio" (Selbstbedienung) ausgerichtet sind. Sie verfügen meist über kein großes Gebäude, sondern haben stattdessen einen Kassenautomaten im Freien. Barzahlung ist hier in der Regel nicht möglich, stattdessen zahlt man zunächst mit der Karte am Automaten, dann wird automatisch die Zapfsäule freigeschaltet.

Die Günstigsten:

Grundsätzlich gilt: Im spanienweiten Vergleich schneidet Mallorca meist schlecht ab. Durchschnittlich sind Benzin und Diesel auf den Balearen teurer als auf dem Festland, aber etwas günstiger als in Deutschland. Trotzdem gibt es auch zwischen den einzelnen Anbietern und Filialen auf der Insel Unterschiede. Um bis zu zehn Cent kann beispielsweise der Literpreis für Superbenzin von Tankstelle zu Tankstelle variieren. Auf der Internetseite www.geoportalgasolineras.es des spanischen Industrieministeriums kann jeder die kostenlose Suchmaschine nutzen, die die aktuellen Preise der Tankstellen der Region miteinander vergleicht. Günstig schneiden häufig Filialen der SB-Ketten "Galp" und "Petroest" ab.

Kommentar

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Loli / Vor 2 Monaten

ach MM Manchmal werde ich beim lesen soooo müde.... Also.. ich finde die Tankerei nicht schwierig..., muß ja nicht alles festgelegt sein.., was ich nicht mehr mache.. Billigtankstellen besuchen.., der "Stoff" ist mir für mein Auto nicht gut genug.. und der Werkstattbesuch ziemlich teuer

tomtom / Vor 2 Monaten

Also nach diesem Kommentar, der unter einem Tankartikel steht, würde ich Dich auch blockieren....

John / Vor 2 Monaten

Dem MM Facebookteam Fragen stellen ist auch nicht viel einfacher^^

Kleine Glosse am Rande: Man sollte sich nicht wundern dass hier Kommentare recht fix im Nirvana gelandet ist. Das ist die Arbeit des neuen MM-Oberzensorenteams. Die sind bekanntlich etwas dünnhäutig, können nicht mit anderen Meinungen, scheren sich nicht um die eigenen Nutzungsbedingungen, und würfeln die zu löschenden Posts offensichtlich bei einer Ensaimada und Cafe con Leche nach Gusto aus.

Beispiel gefällig? Hier taucht sporadisch (wenn man einen Link in den Kommentar einarbeiten will) eine Kommentarüberprüfung auf. Ich habe mir vor Wochen bei FB mal erlaubt diese Überprüfung (noch nicht wissend dass es am Link lag) mit dem Thema "Vorabzensur" gleichzusetzen und anzufragen ob das sein müsse (man achte auf die ?-zeichen im Screenshot).

Seitdem werde ich bei Facebook an den Onlinepranger gestellt (siehe die FB Fotosektion oder den verlinkten Screenshot), die Kommentarüberprüfung (siehe die FB Fotosektion oder den Screenshot) wird negiert und abgestritten (erinnert an Kinder die man mit der Hand in der Keksdose erwischt), und mein Account wurde inzwischen vom MM Facebookteam blockiert: Ich kann bei FB diese Frage (mangels bisheriger Stellungnahme) also nicht mehr wöchentlich wiederholen^^ Ein Schelm, wer hier bereits Zensur unterstellen würde. Niiiiiemalnicht isses sowas!

Und solange man am Onlinepranger steht, muss man eben hier die Penetranz geben.

Selbst Nachfragen Dritter löscht dass Team da drüben kommentarlos, versucht deren Accounts durch FB komplett sperren zu lassen, und hält an seinem "...bei uns gibt es keine Kommentarüberprüfung oder Zensur" (Gegenbeweis: Screenshot!) fest. Nö, ist keinesfalls Meinungsunterdrückung. Keinesfalls. Nö nö. Leider verrät das Team nicht, was es ist. Würde ja gerne mal deren Fachbegriff nachrecherchieren :-)

Also, sofern Kommentare hier lange genug überleben: Nur noch weichgespült und redakteurskonform kommentieren. Sonst gibbet den erhobenen Zeigefinger (aber keinesfalls Zensur^^).

http://up.picr.de/28647241dn.jpg

Und damit der Sachbezug nicht fehlt: Boah, echt schwierig, die Sache mit dem Zapfhahn. Gut recherchiert, Team.