Tippfehler auf dem Mallorca-Ticket können teuer werden

| Palma de Mallorca |
Von der Smartphone-Tastatur sollte man sich nicht zu einem Buchstabensalat verleiten lassen, denn Bordkarte und Ausweis müssen ü

Von der Smartphone-Tastatur sollte man sich nicht zu einem Buchstabensalat verleiten lassen, denn Bordkarte und Ausweis müssen übereinstimmen.

Foto: Patricia Lozano

In Zeiten von Smartphone und Tablet scheint es manchen Zeitgenossen nicht mehr so auf die Rechtschreibung anzukommen, wie es früher einmal war. Groß- und Kleinschreibung gehen gerade auch auf Mallorca munter durcheinander, Buchstabendreher werden als normal hingenommen. Statt sich etwas Zeit zu nehmen und sich an den Computer zu setzen, zählen oft nur noch Schnelligkeit und Bequemlichkeit.

Doch Vorsicht: Die neue Informalität bringt nicht nur einen Qualitätsverlust mit sich, sie kann einen auch teuer zu stehen kommen. Das Fachportal „Clever reisen!” will jedenfalls im vergangenen Jahr herausgefunden haben, dass Buchungen per App bis zu 160 Euro teurer kommen können als über einen Browser am Desktop-PC, denn die Algorithmen der Airlines unterscheiden angeblich nach Endgerät und versuchen offenbar von allzu viel Spontaneität geschäftlich zu profitieren.

Sollte es ausgerechnet im Namen zu einem Schreibfehler kommen, kann das ebenfalls kostspielig werden. Denn aus Sicherheitsgründen müssen die Daten im Ausweis und auf der Bordkarte übereinstimmen, und nachträgliche Korrekturen sind häufig kostenpflichtig. Erst recht, wenn als zusätzlicher Service (mit eigens ausgewiesenem Tarif) eine andere Person eingetragen werden soll. Doch wie steht es mit kleinen Flüchtigkeitsfehlern? Hier eine Zusammenstellung der Gepflogenheiten bei den wichtigsten Mallorca-Fliegern:

– Bei Condor richten sich die Gebühren nach dem Tarif. „Light” erlaubt keine Korrekturen. In der Kategorie „Classic” werden 50 Euro berechnet, bei „Flex” ist der Service inklusive.

– Bis zu drei Buchstaben kann man bei Easyjet online oder am Schalter berichtigen lassen. Um größere Fehler kümmert sich das Kundencenter kostenlos.

– Eurowings ändert drei Buchstaben gratis. Für größere „Klöpse” sind auf Kurz- und Mittelstrecke mindestens 65 Euro fällig, auf der Langstrecke 120 Euro. Hinzu kommt die Differenz zum tagesaktuellen Flugpreis.

– Bei Germania werden Tippfehler bis zu drei Zeichen kostenlos korrigiert. Standesamtliche Änderungen wie durch Heirat sind ebenfalls entgeltfrei.

– Laudamotion änderte bisher drei Buchstaben gratis, sofern der Name nicht verfälscht wird. Geschlecht und Namensdreher wurden ebenfalls kostenlos richtiggestellt. Die Regelung galt allerdings nur bis zum 30. April und steht unter dem Vorbehalt der Zusammenarbeit mit Ryanair

– Lufthansa ändert erhebliche Schreibfehler in den ersten 24 Stunden kostenlos. Danach werden höchstens zwei Buchstaben oder vertauschte Vor- und Nachnamen korrigiert. Andernfalls muss der Flug neu gebucht werden.

– Norwegian nimmt kleinere Änderungen kostenlos vor.

– Ryanair ändert kleine Tippfehler innerhalb von 24 Stunden gratis. Danach sind per Callcenter 160 Euro fällig, online 110.

– Swiss fordert Schweizer Präzision und kassiert für eine Namenskorrektur mit bis zu zwei Buchstaben in der Regel 50 Franken.

– Bei Tuifly erfolgt eine Einzelfallprüfung darüber, ob eine kostenfreie Änderung möglich ist.

– Vueling verlangt 50 Euro für die Bearbeitung.

(aus MM 13/2018)

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