So viel Handgepäck darf es noch sein

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Die Zeiten sind vorbei, in denen Passagiere zwei Handgepäckstücke mit in den Flieger nehmen konnten

Die Zeiten sind vorbei, in denen Passagiere zwei Handgepäckstücke mit in den Flieger nehmen konnten.

Foto: iStock/YakobchukOlena

Die Zeiten von zwei kostenlosen Handgepäckstücken auf Mallorca-Flügen sind vorbei – zumindest bei der Fluggesellschaft Ryanair. Die irische Billig-Airline Ryanair verschärft zum 1. November ihre Bestimmungen für die Mitnahme von Handgepäck.

Kabinenkoffer (Größe von maximal 55 mal 40 mal 20 Zentimeter) dürfen in Zukunft nur noch bei einer Priority-Buchung (ab 5 Euro) mit ins Flugzeug genommen werden. Beim Billig-Tarif werden die Gepäckstücke den Passagieren beim Boarding abgenommen und kostenlos im Frachtraum transportiert. Das geschah zwar bisher auch teilweise schon, allerdings erst dann, wenn die Maximalzahl von 90 Kabinenkoffern erreicht war. Das Vorgehen hatte allerdings zu Flugverspätungen geführt, teilte das Unternehmen mit.

Wer den Basis-Tarif bucht, darf künftig nur noch ein kleineres Handgepäckstück (bis zu 35 mal 20 mal 20 Zentimeter Größe) mit in die Kabine nehmen, also beispielsweise eine Handtasche. Gleichzeitig senkt die Airline die Gebühren für das Aufgabegepäck. Das zulässige Gewicht wird für diese Gepäckstücke von 15 kg auf 20 kg erhöht, der Preis von 35 Euro auf 25 Euro gesenkt.

Die spanische Verbraucherzentrale Facua hat auf die Ankündigung reagiert: Das Vorgehen von Ryanair wird als weiterer Schritt der Airlines kritisiert, die Passagiere für Leistungen gesondert zur Kasse zu bitten.

Bereits zum Jahresanfang hatten sich bei der Airline Veränderungen bei den Handgepäck-Regelungen angedeutet. Damals ermahnte das Unternehmen seine Passagiere, die seit 2013 geltenden Bestimmungen nicht zu missbrauchen. Zu viele Passagiere hätten die Regelung ausgenutzt und anstatt einem großen sowie einem kleinen Handgepäckstück zwei große Taschen oder Koffer befördert.

Viele Fluggesellschaften bieten Basis-Tarife an, welche nur die kostenfreie Mitnahme von Bordgepäck beinhalten. Doch welche Vorgaben gelten für das Handgepäck? Die Branchenorganisation der Linienfluggesellschaften (IATA) empfiehlt als Obergrenze für das Handgepäck die Größe von 56 auf 45 auf 25 Zentimeter. Bindend ist die Vorgabe nicht. Die Höchstmaße variieren, wobei einige Billig-Anbieter großzügiger sind als klassische Fluggesellschaften. Ist der Kabinenkoffer oder die Tasche zu groß, muss er gegen Gebühr am Schalter aufgegeben werden. Auch die Vorgabe für Kinderwagen sowie -sitze und Gehhilfen unterscheiden sich.

Easyjet

Einen ähnlichen Weg wie Ryanair beschreitet auch die Airline Easyjet. Zukünftig werden Reisende gegen die Gebühr von 4,30 Euro am Schalter ihr Kabinengepäck los und können als erste an Bord gehen. Der neue Service nennt sich "hands free". Die Airline gestattet ein Gepäckstück (56 mal 45 mal 25 Zentimeter) in der Kabine. Eine Gewichtsbeschränkung gibt es nicht, der Reisende muss es allerdings allein verstauen können. Zudem können ein Regenschirm, ein Mantel oder Gehhilfen mitgeführt werden.

Niki

Passagiere dürfen ein großes Handgepäckstück (Maximalmaße: 55 mal 40 mal 23 Zentimeter, höchstens acht Kilo) sowie Laptop- oder Handtasche (maximal 40 auf 30 auf zehn Zentimeter, zwei Kilo) mit in die Kabine nehmen.

Lufthansa

Gestattet ist in der Economy Class und Premium Economy Class ein Handgepäckstück, das bei einer Größe von 55 mal 40 mal 23 Zentimeter acht Kilo wiegen darf.

Vueling

Reisende mit Basis-Tarif können ein zehn Kilo schweres Handgepäckstück (55 auf 40 auf 20 Zentimeter) sowie eine weitere kleinere Tasche oder Aktenmappe mit Abmessungen (höchstens 35 mal 20 mal 20 Zentimeter) und eine Tüte mit den Einkäufen aus dem Duty-Free-Shop mitnehmen.

Germania

Die Fluggesellschaft befördert Aufgabegepäck immer kostenlos mit, egal welcher Tarif gebucht wird. In der Kabine ist pro Passagier ein größeres Handgepäckstück (bis sechs Kilo bei den Maßen 55 Zentimeter Länge, 40 Breite und 20 Höhe) gestattet. Zudem kann eine Hand- oder Laptoptasche mitgenommen werden.

Swiss

Wer den Swiss-Economy-Tarif bucht, darf ein acht Kilo schweres und 55 mal 40 mal 23 Zentimeter großes Gepäckstück mit in die Kabine nehmen.

Eurowings

Jeder Fluggast darf ein Handgepäckstück mit einem Höchstgewicht von acht Kilo und den Maximalmaßen von 55 auf 40 auf 23 Zentimeter mit an Bord nehmen. Zusätzlich ist eine kleinere Tasche zugelassen.

Condor

Bei der Fluggesellschaft dürfen die Maße von 55 mal 40 mal 20 Zentimeter für Handgepäck nicht überschritten werden. Das Gewichtslimit liegt in der Economy-Class bei sechs Kilo, bei teureren Tarifen darf mehr mitgenommen werden. Zusätzlich kann eine kleine Hand-, eine Laptoptasche und ein Regenschirm kostenfrei in der Kabine mitgeführt werden.

Tuifly

Tuifly lässt in der Kabine ein Gepäckstück zu, das höchstens sechs Kilo wiegen und 55 mal 40 mal 20 Zentimeter groß sein darf. Zudem können Passagiere eine kleinere Tasche mitführen.

(aus MM 37/2017)

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