Neue Millionen-Kaution für Matas

Ex-Ministerpräsident muss 1,6 Millionen Euro hinterlegen

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Der Ermittlungsrichter im Korruptionsverfahren gegen den ehemaligen balearischen Ministerpräsidenten Jaume Matas hat eine Kaution in Höhe von 1'6 Millionen Euro gegen den Ex-Politiker verhängt. Mit dem Geld sollen mögliche Schadensersatzforderungen beglichen werden. Bereits vor einem Jahr hatte Matas eine Kaution in Höhe von drei Millionen Euro hinterlegen müssen.

Gegen Matas laufen mehrere Ermittlungsverfahren wegen vermeintlicher Korruption, unter anderem weil er während seiner Amtszeit (2003-2007) den Architekten Santiago Calatrava mit dem Entwurf eines Opernhauses in der Bucht von Palma beauftragt hat. Calatrava bekam dafür 1'2 Millionen Euro. Matas wollte das Projekt wenige Tage vor der Regionalwahl 2007 präsentieren.

Die Wahlkommission untersagte dies, weil sie das Vorhaben als unzulässigen Eingriff in den Wahlkampf wertete. Matas verlor die Wahl, seitdem liegt das Projekt in der Schublade. Staatsanwaltschaft und Ermittlungsrichter werfen Matas vor, er habe die Opernpläne auf Kosten des Steuerzahlers zu politischen Zwecken missbrauchen wollen. Matas bestreitet das.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Efe verteidigte er seine damalige Entscheidung mit dem Hinweis auf das „Prestige”, das die Balearen durch die Calatrava-Oper gewonnen hätten. Zu seiner finanziellen Situation angesichts der millionenschweren Kautionen sagte er: „Ich habe schon Hypotheken auf meinen gesamten Besitz und den meiner Familie aufgenommen.”

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