Schluss mit Legion Condor

Deutscher Gedenkstein für Gefallene museumsreif

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Ein Gedenkstein für die Gefallenen der Legion Condor in Pollença muss von seinem angestammten Standort entfernt werden. Das Denkmal, auf dem die Namen von 13 deutschen Soldaten eingraviert sind, befindet sich auf dem Gelände der Marinebasis im Norden Mallorcas. Das spanische Verteidigungsministerium kommt nun der Forderung des Rathauses von Pollença nach, den "Stein des Anstoßes" fortzuschaffen.

Die Legion Condor war die militärische Unterstützung, die Hitler dem Putschisten General Franco im Spanischen Bürgerkrieg zukommen ließ. Von 1936 bis 1939 kämpften rund 25.000 Wehrmachtsangehörige als geheim operierende Einheiten in Spanien. Die Soldaten hielten sich im Schnitt neun Monate im Land auf. In Pollença befand sich eine Einheit Seeaufklärer mit gut einem Dutzend Wasserflugzeugen, die in der dortigen Bucht landeten und starteten. Sie flogen zumeist Angriffe auf die spanische Ostküste.

Die Entfernung des Steins erfolgt wenige Tage vor dem 73. Jahrestag der Bombardierung von Guernica. Die baskische Kleinstadt war am 26. April 1937 auch von Flugzeugen der Legion Condor in Schutt und Asche gelegt worden. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass ein Ort per Flächenbombardement aus der Luft regelrecht ausgelöscht würde.

Wo der Stein künftig stehen wird, ist unklar. Das Rathaus in Pollença hatte gefordert, ihn in das militärhistorische Museum nach Palma schaffen zu lassen und dort entsprechend zu erläutern. Auf der Marinebasis war der Stein nicht öffentlich zugänglich gewesen.

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