Verfahren gegen Matas

Gericht setzt Vernehmung gegen Ex-Ministerpräsident fort

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Die richterliche Vernehmung des ehemaligen balearischen Ministerpräsidenten Jaume Matas ist am Mittwochmorgen fortgesetzt worden. Die Anhörung war am Tag zuvor vorzeitig ausgesetzt worden, nachdem bekannt wurde, dass die Justiz Telefonate von Matas und weiterer drei Beschuldigter abgehört hatte. Darunter befanden sich auch Gespräche von Matas mit seinem Verteidiger.

Rafael Perera, einer der renomiertesten Strafverteidiger der Inseln, hatte daraufhin eine Unterbrechung der Anhörungen erwirkt und Zeit gefordert, um die telefonischen Mitschnitte überprüfen zu können. Neben Matas werden seine Frau Maite Areal, sein Schwager Fernando Areal und der frühere Gesa-Präsident Bartomeu Reus der Korruption beschuldigt.

Matas war auf dem Weg zum Gericht von einer wartenden Menschenmenge ausgebuht worden. Die richterliche Vernehmung begann am Dienstag mit einer Befragung des Schwagers Fernando Areal. Dieser gab zu, für die Renovierung von Matas privatem Altstadtpalast 32.000 Euro mit Schwarzgeld bezahlt zu haben.

Der Termin zur Vernehmung von Matas war schon vor vielen Monaten anberaumt worden. Dem früheren Balearen-Ministerpräsident werden neun mutmaßliche Delikte vorgworfen. Dabei geht es vor allem um die überteuerten Kosten beim Bau der Radsporthalle in Palma.

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