Neue Vorwürfe gegen UM

Nahezu die gesamte Parteispitze unter Betrugsverdacht

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Im der Serie der Korruptionsskandale auf Mallorca wird die Regierungpartei Unió Mallorquina (UM) von der Justiz mit neuen, schweren Vorwürfen konfrontiert. Nahezu die gesamte Parteiführung der bürgerlichen Regionalisten wird beschuldigt, sich in der vergangenen Legislaturperiode illegal mit neun Millionen Euro bereichert zu haben.

Bis zu 17 Parteimitglieder, unter ihnen die heutige Parlamentspräsidentin Maria Antònia Munar, der balearischen Tourismusminister Miquel Nadal, der Umweltminister Miquel Àngel Grimalt und UM-Chef Miquel Àngel Flaquer, müssen sich vom 14. bis 18. Dezember vor dem Ermitlungsrichter verantworten.

Die Justiz hatte in einer bislang geheimgehaltenen Untersuchung diverse Dienstleistungsfirmen überprüft, die den genannten UM-Politikern nahestehen. Am 21. Oktober hatten Polizeibeamte die Büroräume durchsucht und Unterlagen sichergestellt.

Die Parteispitze der UM nahm auf einer Pressekonferenz am Montag Stellung zu den Vorwürfen und kritisierte eine „Politisierung” der Justiz. Ihre Mitglieder seien wehrlos. Vielen seien nicht einmal darüber informiert worden, welche Delikte ihnen angelastet werden.

Der sozialistische Regierungschef Francesc Antich mahnte zur Besonnenheit. Solange die Beschuldigten nicht konkrete Auflagen vom Untersuchungsrichter auferlegt bekommen, werde er keine Konsequenzen für seine Regierungsmannschaft ziehen. Die UM ist der Juniorpartner in der Regierungskoalition mit Sozialisten, Grünen und Vereinigter Linken.

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