Franzis Endspurt beginnt in Palma

„Operation Gold”: Deutsche und amerikanische Topstars holen sich den Feinschliff für Athen

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Das Schwimmzentrum Son Hugo an Palmas Vía Cintura ist in diesen Tagen für Freizeitsportler gesperrt. Hier wird gearbeitet. Schwimm-Stars aus Deutschland und den USA absolvieren letzte Bahnen, bevor sie bei Olympia in Athen den Lohn für vier Jahre Training abholen.

Bei den Amerikanern ist Michael Phelps der absolute Superstar. Er startet in Athen in fünf Einzelrennen und in zwei oder drei Staffeln. Schon jetzt kann man davon ausgehen, dass die Duelle zwischen Phelps und dem australischen Megastar Ian Thorpe zu den Höhepunkten der Spiele gehören.

Aus deutscher Sicht ist Franziska van Almsick der Topstar des 35 Athleten starken Teams, das am Mittwoch anreiste. Die 26-Jährige steht vor dem Höhepunkt ihrer Karriere. Sie will nach Silber in Barcelona '92 und in Atlanta '96 bei ihrer vierten Olympia-Teilnahme endlich Gold. Und dann tritt sie vielleicht ab.

Das Medieninteresse an der Berlinerin ist riesengroß. „Für die Mannschaft stellt das kein Problem dar. Es ist eher nervig für die Sportlerin selber”, meint der deutsche Cheftrainer Ralf Beckmann. „Wenn Franzi Aufmerksamkeit auf sich zieht, dann interessiert man sich auch für den Sport und für die Mannschaft. Und wir haben ja nicht nur Franzi ...”

Zu den weiteren Stars des deutschen Teams zählen Hannah Stockbauer, 2003 deutsche „Sportlerin des Jahres” und „Weltschwimmerin des Jahres”, Antje Buschschulte und Thomas Rupprath, die beide im letzten Jahr Weltmeister wurden, und Sandra Völker, Olympia-Zweite von '96.

Auf Mallorca wollen sich die Schwimm-Stars den Feinschliff holen. „Die wirklich hohen Belastungen sind vorbei. Jetzt geht es an die technischen Feinarbeiten”, erläutert Trainer Beckmann, der mit seinem Team im Hotel Europe Playa Marina in Illetas wohnt (die US-Schwimmer sind in Palmas Valparaiso Palace abgestiegen).

Die deutsche Mannschaft verlässt Mallorca am Dienstagabend. Man übernachtet in Frankfurt, trainiert dort noch einmal und fliegt Mittwochmittag nach Athen. Am 14. August stehen die ersten Schwimm-Wettbewerbe auf dem Programm, und die „Operation Gold” beginnt.

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