Der Feiertag, der ein Markttag ist

Mallorca |
Kaum noch ein Durchkommen. So sah es am Dienstag im Park Sa Feixina aus, wo zahlreiche Stände mit Essen aufgebaut waren.

Kaum noch ein Durchkommen. So sah es am Dienstag im Park Sa Feixina aus, wo zahlreiche Stände mit Essen aufgebaut waren. Foto: Teresa Ayuga

Kaum noch ein Durchkommen. So sah es am Dienstag im Park Sa Feixina aus, wo zahlreiche Stände mit Essen aufgebaut waren.Straßenmusikanten und Kunsthandwerker in Aktion – gesehen am Dienstag.

Auch viele Einheimische wissen nicht, warum der Balearen-Tag am 1. März gefeiert wird. Aber sie wissen, dass am 1. März in Palma de Mallorca immer allerhand geboten ist, vor allem ein großer Kunsthandwerkermarkt. Und so schoben sich am Dienstag Zehntausende von Stand zu Stand, zumal der Auftakt am Wochenende zum Teil ins Wasser gefallen war.

Zur Erinnerung: Am 1. März 1983 trat das Autonomie-Statut der Balearen in Kraft. Der Feiertag erinnert also an die Geburtsstunde der Autonomen Region. Gleichwohl hat er aber nur für wenige Insulaner tiefere Bedeutung. Arbeitsfrei ist der 1. März übrigens erst seit 1999.

Ausstellungen, Lesungen, Musik, freier Eintritt in Museen, Führungen durch öffentliche Gebäude, Sportveranstaltungen - der "Dia de les Illes Balears" bietet für das Inselvolk allerlei Kurzweil. Nichts kommt allerdings so gut an wie der traditionelle Jahrmarkt am Passeig Sagrera und die Küchenschau im Park Sa Feixina. Vor allem am Dienstag, dem eigentlichen Festtag, war da kaum noch ein Durchkommen.

Der Balearen-Tag ist aber auch eine Gelegenheit, für die Balearen-Regierung Flagge zu zeigen. Der zentrale Festakt fand am Montagabend im Teatre Principal statt. Dabei wurden verdiente Bürger und Institutionen geehrt. Die höchste Auszeichnung, die Goldmedaille der Autonomen Region, ging in diesem Jahr an den renommierten Kardiologen Oriol Bonnin. Mit dem Ramon-Llull-Preis wurde unter anderem der Fußballklub Real Mallorca ausgezeichnet (der in diesem Jahr sein 100-Jähriges feiert), vertreten durch Präsident Utz Claassen und Vize Monti Galmés.

In ihrer Rede zum Balearen-Tag rief Ministerpräsidentin Francina Armengol (PSOE) zu einem Pakt gegen die Gewalt an Frauen und für die Gleichberechtigung auf. Zu den weiteren Prioritäten ihrer Politik zählte sie den Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit und eine bessere Finanzausstattung durch die Zentralregierung in Madrid.

In den Inselmedien erntete Armengol zum Teil harsche Kritik. "Ultima Hora" vermisste konkrete Inhalte: "Blablismo" (von Blabla) reiche nicht mehr aus. (red)

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