Babys fliegen am billigsten

Welche Bestimmungen gelten, wenn Kinder in den Urlaub fliegen

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Reisen mit Kind und Kegel. Für junge Familien hilft der Kinderrabatt Geld sparen.

Reisen mit Kind und Kegel. Für junge Familien hilft der Kinderrabatt Geld sparen.

Foto: Air Berlin

Dass Kinder mit in den Urlaub fliegen, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Schon Babys im zartesten Alter von wenigen Tagen können im Flugzeug mitgenommen werden. Sie sind die Glückspilze an Bord, denn ihre Tickets schlagen für die Eltern am wenigsten zu Buche. Doch auch die Kleinsten können nicht gänzlich gratis fliegen.

Dasselbe gilt für Kinder, die dem Säuglingsalter bereits entwachsen sind. Sind sie älter als zwei, aber noch unter zwölf Jahren alt, gewähren ihnen die Airlines Rabatte auf den regulären Erwachsenenpreis, netto, also ohne Steuern und Gebühren. Je nach Airline kann der Rabatt unterschiedlich hoch ausfallen.

Die jüngsten Fluggäste unter zwei Jahren reisen für gewöhnlich auf dem Schoß ihrer Eltern. Sie haben keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. Meist wird die junge Familie in der ersten Sitzreihe platziert, wo an der Wand ein Kinderbett eingehängt werden kann (für Babys bis zwölf Monate). Wünschen die Eltern einen eigenen Sitzplatz für das Kleinkind, muss ein Ticket wie für ein älteres Kind bis zwölf Jahre gelöst werden.

Haben die Kinder das zwölfte Lebensjahr erreicht, dann gelten sie im Flugzeug als volljährig – zumindest was den Preisfür Tickets angeht. Sie, beziehungsweise ihre Eltern, müssen dann für ihren Nachwuchs zahlen wie für einen Erwachsenen.

Kulant verhalten sich die meisten Airlines, was das Gepäck betrifft. Selbst dem kleinsten Baby wird in der Regel ein Freigepäck wie einem Erwachsenen gewährt, sprich bis 20 Kilo.

Auch in Sachen Zubehör wie Kinderwagen, Autokindersitz oder Reisebett verhalten sich die Fluggesellschaften großzügig. Gepäckstücke dieser Art werden bei den meisten ohne Aufschlag und Voranmeldung gratis mitbefördert.

Für die Airlines, die am häufigsten auf der Flugrouten Mallorca-Deutschland unterwegs sind, gelten folgende Kinderrabatte und Mitnahmebestimmung:

● Air Berlin

Kinder unter zwei Jahren zahlen lediglich zehn Prozent des regulären Netto-Flugpreises eines Erwachsenen. Ist das Kind älter als zwei, aber unter zwölf Jahre alt, sind vom reuglären Netto-Flugpreis 67 Prozent zu zahlen. Allerdings kommen dann noch Luftsicherheitskosten, ausländische Steuern und Gebühren, der Kerosinzuschlag und die Service-Charge hinzu. Dennoch ist der Kinderrabatt von 33 Prozent der höchste unter den Airlines auf der Mallorca-Route.

Nach Angaben des Reisemagazin „Clever Reisen!” war ein Kinderrabatt von einem Drittel früher gängige Praxis im Luftverkehr. Von den jüngst getesteten Fluggesellschaften würde jedoch nur noch Air Berlin einen Rabatt in dieser Höhe gewähren, teilte das Blatt mit.

Bei Air Berlin ist die Sitzplatzreservierung für Familien mit Kindern unter zwei Jahren kostenlos. Buggys/Kinderwagen, Autokindersitze und Kinderreisebetten werden ohne Aufpreis transportiert.

● Condor

Die langjährigste Airline auf der Mallorca-Route, seit 1956, gewährt Kindern, zwei bis zwölf Jahre alt, 25 Prozent Rabatt. Für Babys wird nur ein Zehntel des Flugpreises in der Economy-Class fällig.

Familien mit Babys können kostenfrei Sitzplätze reservieren. Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass diese Familien auf Wunsch als Erste zum Einsteigen aufgerufen werden. So lassen sich mögliche Wartezeiten am Gate vermeiden. Kinderwagen, Buggys und Autokindersitze werden bei Condor zusätzlich zum Freigepäck und ohne Aufpreis oder vorherige Anmeldung im Laderaum befördert.

● Tuifly

Die Airline des Reisekonzern TUI berechnet für Kleinkinder unter zwei Jahren eine Gebühr von 15 Euro auf internationalen Mittelstreckenflügen, zu denen auch das Reiseziel Mallorca gehört. Die Jüngsten im Flieger haben Anspruch auf 20 Kilo Freigepäck (Handgepäck und aufgegebenes Gepäck). Kinder von zwei bis einschließlich elf Jahren erhalten eine Reduktion von 25 Prozent auf den Oneway- Flugpreis (exklusive Steuern und Gebühren), Kinder ab zwölf Jahre werden als Erwachsene eingebucht.

● Germanwings

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings zahlen Kleinkinder unter zwei Jahren, die auf dem Schoß der Eltern reisen, pro Teilstrecke eine Servicepauschale von 15 Euro. Kinder im Alter von zwei bis einschließlich elf sowie Kleinkinder unter zwei Jahren, die mit Kindersitz auf einem eigenen Sitzplatz reisen, erhalten bei der Buchung eine Ermäßigung in Höhe von 20 Prozent auf den Flugpreises. Der wird, so „Clever Reisen”, auf den Endpreis inklusive Steuern und Gebühren berechnet.

Auch an Bord von Germanwings ist nicht jede Art von mitgebrachtem Autokindersitz erlaubt. Vielmehr müssen die Modelle geprüft sein. Auf den Internetseiten der Airlines finden sich Listen vonHerstellermarken und Seriennummern mit den zulässigen Kindersitzen, die unter anderem das TÜV-Siegel „for use in aircraft“ aufweisen.

● Ryanair

Die irische Lowcost- Airline, die ebenfalls einige Ziele zwischen Palma und Deutschland verbindet, gewährt keinen Rabatt für Kinder, auch wenn die Buchungsmaschine zwischen Erwachsenen, Jugendlichen bis 16 Jahren und Kleinkindern bis zwei Jahren unterscheidet. Die Unterscheidung ist notwendig, da Ryanair keine Minderjährigen unter 16 Jahren ohne Begleitung von Erwachsenen befördert. Des Weiteren gilt, dass Kinder, die zum Reisezeitpunkt zwischen acht Tagen und einschließlich 23 Monaten alt sind, nicht auf einem eigenen Sitzplatz reisen dürfen, sondern auf dem Schoß eines Erwachsenen untergebracht werden müssen. Die Gebühr für die Beförderung von Kleinkindern beträgt 20 Euro pro einfachem Flug. Pro Erwachsenem ist nur ein Kleinkind zulässig.

Baby- und Kindersitze dürfen nicht in der Kabine transportiert werden. Für Kleinkinder dürfen auch keine Zusatzplätze gebucht werden. Pro Kind kann ein ein Kinderwagen kostenfrei mitgenommen werden.

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