Real Mallorca: Claassen macht Kaufangebot

Deutscher will Anteilsmehrheit übernehmen

Utz Claassen bei einer Pressekonferenz in Palma.

Utz Claassen bei einer Pressekonferenz in Palma.

Foto: Foto: P. BOTA

Der deutsche Mitinhaber des Fußball-Erstligisten Real Mallorca, Utz Claassen, hat am Freitag ein Kaufangebot für weitere Anteile des Klubs abgegeben. Gehen die anderen Teilhaber darauf ein, wäre er der neue starke Mann beim Inselklub.

Der Deutsche habe "ein offizielles Angebot für den Erwerb der Anteile mehrerer Aktionäre" gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung, die am Freitagnachmittag an die Inselmedien ging. Unter anderem umfasse das Angebot die Anteile von Llorenç Serra Ferrer, Vize-Präsident des Klubs und bisheriger Hauptanteilseigner.

Über den genauen Inhalt des Kaufangebots macht Claassen keine Angaben. Der Deutsche hatte im Juni in einem Interview mit dem Mallorca Magazin angekündigt, im August ein Kaufangebot unterbreiten zu wollen. "Ich halte mein Wort immer", heißt es in der nun verbreiteten Pressemitteilung.

Claassen ist im Herbst 2010 als Anteilseigner bei Real Mallorca eingestiegen. Mittlerweile gehören ihm 20 Prozent des Klubs. Vor einigen Monaten hat er sich mit Hauptaktionär Llorenç Serra Ferrer überworfen: Dieser soll von ihm einen überteuerten Preis für die Klubanteile kassiert haben, so Claassen.

Der Deutsche ist deswegen vor Gericht gezogen. Mittlerweile gilt das Verhältnis zu Serra Ferrer als zerrüttet. Deshalb ist es fraglich, ob dieser auf das Kaufangebot eingehen wird.

Laut Claassen habe es mit mehreren Anteilseignern, an die sich das Kaufangebot richtet, erste Gespräche gegeben. Diese seien "konstruktiv" verlaufen. "Darum bin ich optimistisch, dass wir zu einer guten Lösung für die Zukunft des Klubs kommen werden", heißt es in der Pressemitteilung. "Das ist, was mich interessiert: Eine erfolgreiche Zukunft von Real Mallorca." (jm)

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ClausD / Vor über 4 Jahren

das sind doch mal gute Nachrichten, wenn er's schafft den Club wirklich zu übernehmen. Brechen für am Mallorca gute Zeiten an. Weg mit den korrupten Anteilseignern, die selbst noch Leute betrügen, die nur helfen wollen. Wahrscheinlich wird es dann der einzige spanische Club sein der auf einer soliden Grundlage stehen wird. Man kann nur für alle Fußballfreunde und für die Insel hoffen dass die Leute einsichtig sind und ihre Anteile verkaufen.