Ein Mallorquiner unter den Toten

Auf der "Costa Concordia" hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks 18 Insulaner befunden

REGRESAN A PALMA LOS MALLORQUINES QUE VIAJAN EN EL CRUCERO " COSTA CONCORDIA "

Die Heimkehrer wurden am Airport in Palma von Familienangehörigen unter Tränen in die Arme geschlossen.

Foto: Foto: N. Rincon.
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Unter den Opfern des Schiffsunglücks an der italienischen Westküste ist auch ein 68 Jahre alter Mallorquiner. Guillermo Gual hatte sich mit sieben Angehörigen auf einer Reise mit dem Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" befunden. Die Leiche des Mannes war 36 Stunden nach dem Kentern im Innern des Hotelschiffs geborgen worden.

Insgesamt hatten sich 18 Menschen aus Mallorca zum Zeitpunkt des Unglücks auf dem Schiff befunden, unter ihnen eine deutsche Residentin mit Wohnsitz in Sineu.

Die Angehörigen des verunglückten Guillermo Gual wurden am Montag in Spanien erwartet. Lediglich ein Familienmitglied blieb noch in Italien, um die Überführung des Leichnams zu regeln. Der spanische Botschafter in Italien, Alfonso Lucini, begleitete die Hinterbliebenen beim behördlichen Prozedere zur Identifizierung des Toten. Die Mitglieder der Familie Gual sind in Palma Vielen als Betreiber einer Bar in Can Pastilla bekannt.

Bereits am Sonntag waren die ersten Mallorquiner nach dem Schiffsunglück per Flugzeug mit Zwischenlandung in Barcelona am Airport in Palma eingetroffen. Sie wurden von Angehörigen und Bekannten stürmisch begrüßt. Unter Tränen berichteten einige der Überlebenden, auf der "Costa Concordia" hätten sich Szenen abgespielt, wie sie im Film "Titanic" zu sehen gewesen seien.

Die deutsche Residentin aus Sineu war über die deutsche Botschaft in Rom zunächst nach Frankfurt am Main ausgeflogen worden und traf dann in Palma ein. Wie sie Reportern der spanischen Tageszeitung "Ultima Hora" schilderte, hatte sie das Kreuzfahrtschiff in einem der Rettungsboote verlassen. Das Ausschiffen sei sehr schwierig gewesen, da das Schiff Schräglage hatte und sehr nah am Ufer lag.

José Peña verließ die "Costa Concordia" schwimmend. Der Fußballtrainer aus Calvià musste mit ansehen, wie die Rettungsboote nicht ausreichten. Dann warf er sich in die Fluten und schwamm die 15 Meter ans Ufer, wo ihn Rettungsmannschaften an Land zogen. Peña wirft dem Kapitän vor, das Schiff bereits verlassen zu haben, als sich noch Passagiere an Bord befanden. Am Airport in Palma bereitete ihm seine Jugendmannschaft einen herzlichen Empfang.  

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