Strom zwischen Mallorca und em Festland

Der sanfte Koloss: Besuch auf der „Giulio Verne”, die das Kabel verlegt

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Die Verlegung des ersten Stromkabels von Mallorca zum Festland hat begonnen. Bis Juni werden die beiden Schiffe „Giulio Verne” und „Skagerrak” – die beiden einzigen ihrer Art weltweit – zwischen Santa Ponça und der valencianischen Küste unterwegs sein, um das 237 Kilometer lange Kabel zu verlegen. Das Unternehmen Red Eléctrica de España, das das 375 Millionen Euro teure Projekt durchführt, präsentierte die „Giulio Verne” am Mittwoch in Palmas Hafen der Presse.

Herzstück des sogenannten Kabellegers ist die computer- und satellitengesteuerte Lenkung. Dank fünf unabhängiger Motoren ist es möglich, das Schiff auch bei hohem Seegang metergenau auf Kurs zu halten – und das per Mausklick. Die andere große Herausforderung: Das 237 Kilometer lange Kabel verursacht beim Hinablassen in die Tiefe bis zu 40 Tonnen Zug. Deshalb wird es um eine Spule mit sechs Metern Durchmesser gewickelt, damit diese enormen Kräfte unter Kontrolle sind. „Sanft und stark” – das sind die beiden Haupteigenschaften der „Giulio Verne”, sagt Sebastiano Aleo, der Leiter des Projekts. Der Koloss misst 132 Meter, bei einer Breite von 32 Metern. Mittels einer drehbaren Plattform werden insgesamt fast 7000 Tonnen Kabel abgerollt.

Durch die Verbindung zum spanischen Stromnetz soll die Energie-Versorgung Mallorcas sicherer werden. Stromausfälle können in Zukunft leichter ausgeglichen werden. Das Kabel soll Ende 2011 in Betrieb gehen.

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