Das Comeback des Jahres

Pop-Produzent kehrt zurück, sieht sich sogar nach Zweitwohnsitz um

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Sollte er das wirklich sein? Doch, unverkennbar, war sich die Beobachterin sicher. Dieter Bohlen am Flughafen von Palma. Am Sonntagnachmittag flog er von dort nach Deutschland zurück.

Bohlen auf Mallorca? Das ist eine Überraschung. Schließlich sorgte das Verhältnis des Pop-Produzenten zu der Insel im vergangenen August für reichlich Aufsehen. Ein halbes Jahr hatte sich Bohlen zusammen mit seiner Freundin Estefania in Camp de Mar wohlgefühlt. Dann verkaufte die einstige Modern-Talking-Hälfte plötzlich das Appartement an Schönheitschirurg Werner Mang.

Begleitet wurde der Abschied von einer Generalabrechnung Bohlens mit Mallorca, über die die „Bild”-Zeitung berichtete. Die Insel, für die der Musiker viele Jahre lang geschwärmt hatte, sei zu heiß, zu stickig, zu teuer. Die „Abzockerei” nerve ihn, für das Essen müsse er zu viel löhnen, und dann sei es noch nicht mal gut. Auch über Negativ-Erlebnisse mit einem Handwerker ärgerte sich Bohlen und beklagte, dass nicht alle locker drauf seien.

MM recherchierte nach und sprach mit vielen Leuten, die Bohlen in Camp de Mar zum Bekanntenkreis zählte. Man spekulierte, dass er ganz andere Gründe für den Abschied hatte, so soll seine Lebensgefährtin Estefania mit einam Wirt geturtelt haben. Von mehreren Seiten war zu hören, Bohlen sei während seiner Zeit auf der Insel durch unglaublichen Geiz aufgefallen.

In Camp de Mar vermisste ihn anscheinend kaum einer. Und auch Dieter Bohlen schien keinen Gedanken mehr an die Insel zu verschwenden. Ein Irrtum! Er war nämlich richtig froh, jetzt wieder mallorquinischen Boden unter den Füßen zu spüren. „Ich habe Mallorca echt vermisst”, meint Dieter Bohlen am Dienstag in einem ausführlichen Telefonat mit MM. „Am liebsten würde ich schon am kommenden Wochenende wieder hin fliegen.”

Den Südwesten mied der Produzent allerdings diesmal. Er war in Cala Rajada und Umgebung. „Ich habe mir ein paar Häuser angesehen”, grinst Bohlen durchs Telefon. Es scheint vieles dafür zu sprechen, dass er sich wieder einen Zweitwohnsitz auf der Insel zulegt. „Meine Kinder lieben Mallorca, ich liebe Mallorca. Nur weil mir in Camp de Mar ein paar Sachen nicht gefallen haben, heißt das ja noch nicht, dass ich nach 25 Jahren auf einmal meine Meinung über Mallorca ändere.”

Und die Schimpfkanonade auf die Insel? „Das ist alles so rübergekommen, als ob ich Mallorca scheiße finden würde. Aber das habe ich nie gesagt. Ich würde negative Erlebnisse nie verallgemeinern. Denn zu 99'9 Prozent ist ja alles in Ordnung.”

MM konnte Bohlen damals nicht für eine Stellungnahme erreichen. Die Berichte waren seiner Meinung nach unfair und überzeichnet. „Es stimmt aber wirklich, dass ich finanziell auf Mallorca übers Ohr gehauen worden bin. In Steuersachen, es ging um zig Tausende Euro. Ich wurde beschissen, mir ist böse mitgespielt worden und ich habe mich geärgert. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wenn ich zwischendurch mal nach Hause gefahren wäre. Ich bin nicht der Mensch, der zwölf Monate auf einer Insel wohnen kann. Und dabei wollte ich sogar meinen Hauptwohnsitz nach Mallorca verlagern. Schade, dass das damals so gelaufen ist.”

Dieter Bohlen steht wieder mit einem Bein auf mallorquinischem Boden, wenngleich er nun andere Inselregionen bevorzugt: „Ich bin nun 25 Jahre in die Gegend um Andratx gefahren und wollte mir nun mal andere Ecken ansehen.” Bohlens Lebensgefährtin Estefania war übrigens bei dem Inseltrip nicht dabei. Sie ist schwanger, soll nicht mehr fliegen. „Ab der 30. Woche darf man das ja nicht mehr”, meint Bohlen. Im Juli soll der Nachwuchs zur Welt kommen.

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