Großes Herz und große Liebe

Walter und Eva Foster sind „Europäer des Jahres”

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Im Rahmen des Europa–Tages wurden die britischen Eheleute Walter und Eva Foster als „Europäer des Jahres” ausgezeichnet. Dieser Preis wird alljährlich von der balearischen Landesregierung und dem Verband „Ciudadanos Europeos” an Menschen verliehen, die sich um das Miteinander von Europäern auf Mallorca verdient gemacht haben.

Walter und Eva Foster empfingen den Preis in einer Feierstunde auf Schloss Bellver aus den Händen von Francisca Bennassar, der stellvetretenden Bürgermeisterin von Palma, und Rosa Estarás, der Vizepräsidentin der Balearen-Regierung.

Die Fosters haben den „Charity Sponsored Walk” unter dem Motto „Wir wandern für die, die es selbst nicht können” zu einer Einrichtung gemacht. Schüler der internationalen Schulen wandern und werden von Eltern, Freunden und Firmen pro Kilometer gesponsert. Im vergangenen Jahr nahmen 300 Kinder, Jugendliche und Eltern an den Wanderungen teil – es gibt die einfache Variante von acht Kilometern und die etwas anstregendere von 23 Kilometern. Zum anschließenden Barbecue, das traditionsgemäß in Capdellà stattfand, kamen 800 Teilnehmer.

Der Erlös geht an unterschiedliche Einrichtungen für behinderte Kinder. Im vergangenen Jahr sind so rund 7000 Euro zusammengekommen. Mit diesem Geld veranstalten die Fosters, oft gemeinsam mit den Schülern, Ausflüge für behinderte Kinder, etwa nach Marineland, La Granja, Fantasia Golf.

Die Fosters leben seit 1987 auf Mallorca. Er war Lehrer und Assistent Director an der Balearic International School. Sie kommen beide aus dem gleichen Dorf in der Nähe von Manchester und waren schon als Kinder befreundet – und verliebt. „Eigentlich war geplant, zu heiraten, eine Familie zu gründen. Also alles ganz normal. Ich bin aber nicht so normal”, sagt Walter Foster mit leisem Lächeln. Eva Foster heiratete also erst einmal einen anderen. Und Walter Foster wollte etwas von der Welt sehen. Als Lehrer in internationalen Schulen arbeitete er in Frankreich, Indien, in München und London. Vor knapp 20 Jahren traf er „seine” Eva wieder. Sie war verwitwet, und nach angemessener Zeit heirateten die beiden: „Die letzten 20 Jahre waren die glücklichsten meines Lebens”, sagt er. Inzwischen ist er im Ruhestand und – wie alle aktiven Pensionäre – rund um die Uhr beschäftigt. Immer gemeinsam mit Eva.

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