Übergriff auf Journalisten

Mutmaßliche Dealer prügeln im Fernsehen auf „Ultima Hora”-Redakteur ein

Ein leitender Redakteur der MM-Schwesterzeitung „Ultima Hora” ist am vergangenen Donnerstag während einer Livesendung in Manacor von zwei mutmaßlichen Drogendealern tätlich angegriffen worden. Vorausgegangen war ein verbaler Disput zwischen dem Journalisten Pep Matas und dem Brüderpaar Sergio und Onofre Heredia Santiago.

Moderator Miguel Ángel Ariz hatte die drei Männer zum Thema „Drogenhandel in Manacor” ins Studio von TV Manacor geladen, wohl wissend, dass sich die beiden Parteien seit geraumer Zeit einen Kleinkrieg liefern. Matas veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Artikel über die Drahtzieher, zu denen er das Brüderpaar zählt.

So dauerte es nur wenige Minuten, bis sich die Gemüter erhitzten und nach einem Austausch von gegenseitigen Beleidigungen schließlich überkochten. Auslöser war der dokumentierte Vorwurf Matas', einer der beiden Männer sei bereits viermal festgenommen worden, darunter in Zusammenhang mit Mord. Die beiden Heredias stürzten sich auf den Journalisten, schlugen auf ihn ein und bedachten ihn noch am Boden liegend mit Tritten. Die Polizei nahm die Männer vorübergehend fest.

Der Übergriff löste auf Mallorca eine Welle der Entrüstung aus. Manacors Bürgermeister Antoni Pastor bezeichnete den Vorfall als „beschämend”.

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