Der Wein der Woche

Etwas Besonderes zu Silvester: Ein Cava, der nicht stehen kann

Die schmückenden Bezeichnungen auf den spanischen Cava– und Espumosoflaschen wie zum Beispiel „Reserva Especial”, „Reserva de la Familia” oder „Cuvée Especial”, um nur einige zu nennen, sind eher verwirrend als hilfreich. Alles, worauf es ankommt und was wirklich wichtig ist, sind die Attribute: Reserva (16–18 Monate Reife) oder Gran Reserva (30 Monate Reifezeit). Damit unterscheidet sich der jeweilige Cava vom gewöhnlichen Espumoso, der lediglich neun Monate gereift ist.

Der Jahreswechsel verlangt förmlich nach einem Gran Reserva, zum Beispiel dem Kripta Gran Reserva. Er ist, was Präsentation und Inhalt betrifft, die wohl außergewöhnlichste Cuvée aus dem Hause Agustí Torelló.

Die Flasche dieses Cava benötigt einen Sektkühler, um halbwegs aufrecht zu stehen. Grund dafür ist die nach unten spitz zulaufende konische Form des Glases, welche sie so einmalig macht. Der Inhalt ist nicht weniger extravagant: die Rebsorten Macabeu, Xarel.lo und Parellada geben diesem Cava ein unverwechselbares delikates und subtiles Bukett.

Mit seinen feinen Noten von Blütenblättern erobert er die Nase und lässt beim anschließenden Trinkgenuss durch seine Harmonie zwischen Säure und Wein keine Wünsche offen. Der Kripta Gran Reserva ist der Größe eines Jahreswechsels würdig, allerdings sollte er Ihnen so um die 27 Euro wert sein.

Der Autor, Norgert Deingruber, ist Inhaber der Weinhandlung Casa del Vino in Manacor

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