„Müll-City” nimmt Gestalt an

Sortiermaschinen in Betrieb / Palma ohne gelbe Tonnen

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Die ersten drei Sortiermaschinen in der im Bau befindlichen Abfallverwertungsanlage im Norden Palmas haben am Donnerstag ihren Betrieb aufgenommen. In einem feierlichen Akt wurde die Mülltrennungsanlage von der mallorquinischen Inselratspräsidentin Maria Antònia Munar, der balerischen Umweltministerin Margalida Roselló und lokalen Honoratioren eingeweiht.

In ihren Ansprachen wiesen die beiden Politikerinnen auf die große Bedeutung der neuen Anlage hinsichtlich des enormen Müllproblems der Insel hin. „Diese Anlage ist ein Schritt nach vorn. Müll ist ein Rohstoff, und es gilt diesen Rohstoff besser zu nutzen”, erklärte Munar. „Müll geht alle an”, betonte die balearische Umweltministerin. Abfalltrennung müsse bereits bei den Verursachern besser umgesetzt und die Bevölkerung diesbezüglich sensibilisiert werden, so Roselló.

In der neuen Trennanlage für die Wiederverwertung kann nur bereits vorsortierter Abfall verarbeitet werden. Das ist das Problem. Während in nahezu allen mallorquinischen Gemeinden bereits ausreichend gelbe Container aufgestellt sind, sucht man die Verpackungsmüllbehälter in der am meisten Abfall produzierenden Stadt der Insel vergeblich. Und im historischen Zentrum setzt Palma ganz auf seine pneumatische Müllentsorgung, bei der es lediglich für organischen Abfall separate Einfüllstutzen gibt.

Gelbe Tonnen fehlen bislang in den Straßen. Der für die Umwelt zuständige Dezernent des mallorquinischen Inselrats, Miguel Ángel Borras, hofft, dass das Rathaus von Palma ab Dezember mit dem flächendeckenden Aufstellen von gelben Tonnen beginnt, damit spätestens im kommenden Jahr auch der Verpackungsmüll der Hauptstadt für die Wiederverwertung aufbereitet werden kann.

Die neue Anlage in Son Reus hat eine Kapazität von jährlich 300.000 Tonnen recycelbarem Abfall. 50 Tonnen können pro Stunde sortiert werden.

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