Mordfall Michaelis zu den Akten gelegt

Keine Beweise für Täterschaft zweier Deutscher

Der Mord an der deutschen Wirtin des Lokals Klabautermann in Can Pastilla, Ilse Irene Michaelis, wird unaufgeklärt zu den Akten gelegt. Ein Gericht in Palma ließ die Vorwürfe gegen zwei Deutsche fallen. Die beiden in Untersuchungshaft befindlichen Männer waren im Vorfeld von den Ermittlern als die mutmaßlichen Täter angesehen worden. Nach Auffassung des Gerichts liegen jedoch keine Beweise vor, mit denen den Männern die Tat nachgewiesen werden könnte. Der Untersuchungsrichter folgte damit dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die Entscheidung vergeblich Rechtsmittel eingelegt.

Das 53 und 29 Jahre Männerpaar bleibt weiterhin in Haft. Ihm wird vorgeworfen, im Dezember 1998 den Nachtportier des Hotels Marbel in Can Pastilla erschlagen zu haben. Die beiden Tatverdächtigen streiten den Mord ab. Sie seien die Ersten gewesen, die den Toten entdeckt hatten, so die Männer. Das Paar war im Oktober 2000 nach internationaler Fahndung in Österreich festgenommen und danach an Spanien ausgeliefert worden.

Ilse Irene Michaelis war am 6. November 1996 in ihrer Wohnung in Can Pastilla in der Badewanne ertränkt worden. Am Kopf der Frau stellten die Ermittler vier Druckstellen fest – die Punkte stammten von der Mörderhand, die den Kopf der Frau unter Wasser gedrückt hatte. Der oder die Täter raubten Bargeld und Schmuck.

Die Ermordete war mit dem Männerpaar bekannt gewesen. Die beiden waren Gäste in Michaelis' Lokal und wohnten zeitweise auch in der Wohnanlage.

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