Der Wein der Woche

Honig, Blüten und Mandarinen

Die Denominación de Origen „Navarra” schließt im Osten an die Rioja an. Sie hatte bislang vor allem im Ausland nicht annähernd deren Ruhm und Bekanntheitsgrad. Dabei gibt es so ausgezeichnete Bodegas wie Chivite, Castillo de Montjardin, Ochoa oder Guelbenzu.

Auf fast 16.000 Hektar Rebfläche werden insgesamt knapp 12.000.000 Liter Wein erzeugt. Darunter gibt es sehr innovative Produkte und Projekte. Am meisten unterscheidet sich die Navarra von der Rioja durch die Rebsorten ihrer Rotweine. Während man sich in der Rioja fast ausschließlich des Tempranillo bedient, setzt man in Navarra auf die Kombination von Tempranillo mit Merlot, Cabernet und ein wenig Garnacha. Interessant ist auch der verstärkte Wiederanbau der kleinbeerigen Moscateltraube.

Selbst zu Zeiten, als der Verzehr von Süßsweinen noch etwas abwertend als Frauensache bezeichnet wurde, hegte und pflegte man in Navarra seine Moscatelweine. Einer dieser Süßweine heißt Ochoa Moscatel Dulce und fällt auf durch einen moderaten Flaschenpreis. Dieser liegt etwas unter zehn Euro. Er überzeugt durch fruchtige Frische, ist keineswegs klebrig süß und lässt an Honig, Blütenblätter und Mandarinenschalen denken. Im Eiskübel serviert, kommen alle Vorzüge zur Geltung.

Der Autor, Norbert Deingruber, ist Inhaber der Weinhandlung Casa del Vino in Manacor.

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